Der Bund soll während der Corona-Pandemie 213 Millionen Franken zu Unrecht für Coronatests ausbezahlt haben. Wie 20 Minuten Schweiz unter Berufung auf die «Sonntagszeitung» berichtet, lässt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die damals ausgestellten Rechnungen nun erneut überprüfen. Angesichts des grossen Ausmasses vergibt das BAG dafür ein weiteres Mandat an eine spezialisierte Firma.
Bisher konnten nach Angaben der Sonntagszeitung 23,3 Millionen Franken zurückgeholt werden. Die Firma soll ungefähr die nächsten zwei Jahre damit verbringen, zu klären, ob Testcenter, Arztpraxen und Labors bei der Abrechnung von Tests betrogen haben. Dabei soll absichtliches Handeln ebenso geprüft werden wie unbeabsichtigte Abrechnungsfehler.
Geprüft werden soll konkret, ob Tests gar nicht durchgeführt, mehrfach berechnet oder überhöhte Beträge verlangt wurden. Laut der Sonntagszeitung besteht in 322 Fällen ein solcher Verdacht. Wer vorsätzlich falsch abgerechnet hat, dem droht eine strafrechtliche Verfolgung.
Besonderes Aufsehen erregte der Fall eines Zürcher Arztes, der laut dem Bericht Tausende erfundene Coronatests abgerechnet haben soll. Im September 2024 soll er nach Dubai geflüchtet sein.
Vor drei Jahren legte der Bundesrat einen Bericht zu den Gesundheitskosten infolge des Coronavirus vor. Demnach beliefen sich diese auf fast acht Milliarden Schweizer Franken.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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