Der Start sei holprig gewesen, räumte Pressl ein. Man müsse jedoch das Ende abwarten, denn manche Lösungen würden erst zum Schluss greifbar, so der Gemeindebund-Präsident in einem bildhaften Vergleich.
Im Gesundheitsbereich riet Pressl nach einer zunächst sehr hohen Erwartungshaltung zu einem gewissen Realismus. Bund, Länder oder Gemeinden könnten dabei auch einen Rückschritt oder einen Schritt zur Seite machen, ohne das Ziel eines effizienteren Systems aus den Augen zu verlieren, das auch in 30 Jahren noch gut funktionieren soll. Für die Gemeinden wiederholte Pressl seine Forderung, sich vollständig aus dem Gesundheitsbereich zurückziehen zu dürfen. Derzeit zahlten die Gemeinden 3,8 Mrd. Die Gemeinden seien in den vergangenen Jahren bei den Freizeitpädagogen finanziell eingesprungen. Es könne jedoch nicht sinnvoll sein, dass Personal an Schulen bei verschiedenen Dienstgebern angestellt sei. Bei den Zuständigkeiten wolle Pressl noch nachschärfen.
Künftig brauche es mehr spezielle Angebote bei Mobilität, Essenslieferung oder Tagesbetreuung.
So könnten diese trotz klammer Kassen wieder in Straßen, Kanäle und Ähnliches investieren. Eine Fusion von Gemeinden zum Sparen schließe er zwar nicht aus, sie dürfe aber nur auf freiwilliger Basis erfolgen. Größere Einheiten könnten zudem zu Demokratiedefiziten durch geringe Wahlbeteiligung führen.
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