Hape Kerkeling hat sich aus dem Rennen um die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier im Bundespräsidentenamt verabschiedet, noch bevor die Union ihre Entscheidung offiziell verkündet hat. Das CDU-Präsidium wollte am Sonntagabend über die Personalie beraten.
Den demokratischen Prozess respektiere er vollkommen.
Daraufhin sei er heftigen Anfeindungen von rechts ausgesetzt gewesen.
Kerkeling habe das selbst offenbar irgendwann für möglich gehalten.
Kurz vor der erwarteten Kür Aigners bedankte sich Kerkeling bei seinen Anhängern. Er lese deren Kommentare, und das mache ihn demütig, sagte er. Für jeden einzelnen Klick bedanke er sich.
Zugleich kündigte Kerkeling an, weiter für Freiheit und Demokratie kämpfen zu wollen. Das Vertrauen in die Demokratie wackle derzeit gewaltig, sagte er. Die Unterstützung zeige ihm jedoch, dass er nicht allein sei. Die Menschen wünschten sich eine Gesellschaft, die einander wieder zuhöre, mit Zusammenhalt und Zuversicht, und genau das brauche das Land jetzt.
An seine Anhänger gewandt sagte Kerkeling, sie wünschten sich jemanden von außen, der kein Berufspolitiker sei, sondern Klartext spreche, ohne laut zu werden. Auch wenn er nicht Bundespräsident werde, sollten sie sich niemals aufhören einzumischen. Wichtig sei, laut zu bleiben für die eigenen Werte.
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