Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass ein Ökonom ausgerechnet hat, was die sogenannte Rente mit 63 die jüngere Generation kostet. Robert Rühl, Lehrbeauftragter an der Universität Bayreuth, kommt für den Jahrgang 2006 auf rund 10.000 Euro.
In einer Umfrage der ARD wollten Meinungsforscher wissen, wie die Bürger die Frührente finden. Drei von vier Deutschen wollen sie behalten, obwohl die Befragten zuvor auf die Kosten hingewiesen worden waren, nämlich darauf, dass dafür die Rentenbeiträge erhöht werden müssen. Wie hoch diese Kosten sind, blieb in der Umfrage offen.
Rühl betont, seine Modellrechnung sei eine Schätzung, die Zahl könne auch geringer ausfallen. Sie könnten zwei volle Jahre länger arbeiten, in Altersteilzeit gehen oder trotzdem früher aufhören, dann allerdings mit Abschlägen. Auch die Arbeitgeber könnten ihren Anteil teilweise behalten, was in Gehalts- und Tarifgesprächen verhandelt würde.
Trotzdem sei er dafür, die Rente mit 63 abzuschaffen. Die Menschen mit 45 Arbeitsjahren hätten davon schon etwas, argumentiert Rühl, und das reiche aus.
Rühl sagte, die Leute, die es schwer hätten auf dem Arbeitsmarkt, profitierten gar nicht. Zuletzt hätten rund ein Viertel der neuen Rentner die Frührente genutzt.
Der neue Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) sagte vor wenigen Tagen, die Verhandlungen seien sehr hart, aber auch kreativ.
Für den Jahrgang 2006 enthalte Rühls Rechnung auch eine gute Nachricht. Dieser Punkt sei einer der wenigen Reformvorschläge, der den Jungen direkt helfe.
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