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Lebensmittelunsicherheit in Venezuela sinkt auf 56 Prozent

Eine Studie von Consultores 21 zeigt eine Verbesserung der Ernährungslage in Venezuela. Dennoch haben 56 Prozent der Haushalte weiterhin Schwierigkeiten, ihre Versorgung zu sichern. Auch die Mittel- und Unterschicht ist betroffen.

Lebensmittelunsicherheit in Venezuela sinkt auf 56 ProzentSymbolbild
Foto: bhuwanpurohit · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • 56 Prozent der venezolanischen Haushalte sind ernährungsunsicher, nach 67 Prozent im Mai 2025
  • In armen Haushalten liegt die Lebensmittelunsicherheit bei 60 Prozent, in Mittel- und Unterschicht bei 47 Prozent
  • Das durchschnittliche Haushaltseinkommen stieg auf 435 Dollar, deckt aber kaum die benötigten 900 Dollar monatlich

In Venezuela leiden 56 Prozent der Haushalte unter irgendeiner Form von Lebensmittelunsicherheit. Die Familien wüssten demnach nicht sicher, ob sie am Abend, am nächsten Tag oder in der folgenden Woche ausreichend zu essen hätten, berichtet El País América. Im Mai 2025 hatte der Anteil noch 67 Prozent betragen.

Die Probleme betreffen nicht nur arme Bevölkerungsschichten. In den armen Haushalten, die laut der Studie fast 60 Prozent der Bevölkerung ausmachen, liegt der Anteil bei 60 Prozent. In der Mittel- und unteren Mittelschicht, die etwa 30 Prozent der Bevölkerung stellt, sind es 47 Prozent. Besonders betroffen sind Guayana, der Osten, die Region Centro-Occidente und die Llanos.

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Die Daten veröffentlichte Consultores 21, während die amtierende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, in Rom bei einem Forum der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) den Plan „Venezuela Alimenta“ vorstellte. Die Initiative solle die verschiedenen Produktionsprozesse des Landes miteinander verbinden, um die Beseitigung des Hungers voranzutreiben, sagte Rodríguez. Venezuela habe Erfahrung im Kampf gegen den Hunger und sei dem Ziel einer hungerfreien Gesellschaft erneut sehr nahe.

Rodríguez verwies dabei auf eine Auszeichnung der FAO aus dem Juni 2013. Damals hatte die Organisation 38 Staaten dafür gewürdigt, den Hunger vor 2015 halbiert zu haben. Venezuela habe den Anteil der unterernährten Bevölkerung nach eigenen Regierungsangaben von mehr als 13,5 Prozent Anfang der 1990er-Jahre auf weniger als fünf Prozent gesenkt. Die amtierende Präsidentin führte die spätere Entwicklung auf den Prozess infolge internationaler Sanktionen zurück.

Die Lebensmittelunsicherheit liegt laut Consultores 21 heute sechs Prozentpunkte unter dem Wert vom Juni 2024 und 36 Punkte unter dem Wert von 2019. Die Verbesserung bedeute jedoch keinen Wohlstand, heißt es in der Untersuchung. Haushalte bewegten sich vom Mangel zur bloßen Existenzsicherung, nicht zu finanzieller Sicherheit. 27 Prozent der Haushalte verfügten über eine sehr hohe Ernährungssicherheit.

Auch die durchschnittlichen monatlichen Haushaltseinkommen stiegen laut der Firma von 357 Dollar im Jahr 2025 auf 435 Dollar in diesem Jahr. Das entspricht einem Anstieg um 22 Prozent. Für die Deckung aller Bedürfnisse brauche eine Familie jedoch fast 900 Dollar im Monat. Das mittlere Einkommen erreiche damit kaum die Hälfte dieses Betrags.

Die Erhebung beruht auf 2.000 Haushalten und einer landesweit repräsentativen Stichprobe. Befragt wurde zwischen dem 22. August und dem 3. September. Consultores 21 misst die Lebensmittelunsicherheit seit 2018, dem schwersten Jahr des sozialen und wirtschaftlichen Zusammenbruchs zwischen 2014 und 2021. Es handelt sich um die erste Erhebung seit dem 3. Januar, als Rodríguez nach der Gefangennahme von Nicolás Maduro die Führung des Landes übernommen hatte.

Über das Regierungsprogramm wurden Lebensmittel wie Bohnen, Reis, Milch, Nudeln und Thunfisch zu symbolischen Preisen verteilt. Zwischen 2019 und 2024 erhielt demnach etwa jede dritte Familie monatlich eine solche Tasche. Heute bekommen sie sechs Prozent der Familien einmal im Monat, während 52 Prozent angeben, sie nie zu erhalten. Insgesamt beziehen 59 Prozent der Bevölkerung weiterhin irgendeine staatliche Unterstützung.

Während der schwersten Krisenjahre von 2015 bis 2018 machte die Regierung von Nicolás Maduro Unternehmer für die Versorgungskrise verantwortlich. Sie kontrollierte Gewinnmargen im Handel und ordnete einseitige Lohnerhöhungen an. Zugleich gerieten staatliche Unternehmen, allen voran der Ölkonzern PDVSA, in Korruption.

Die Vereinigten Staaten werfen dem kolumbianischen Unternehmer Alex Saab vor, venezolanische Amtsträger bestochen zu haben, um Verträge für Lebensmittelimporte der Clap zu erhalten und Hunderte Millionen Dollar über US-Banken zu waschen. Saab wurde 2023 bei einem Gefangenenaustausch freigelassen und später von Maduro zum Industrieminister ernannt. Nach der Gefangennahme des chavistischen Anführers wurde er im Februar in Caracas festgenommen und im Mai an die USA übergeben.

Die Versorgung mit Lebensmitteln war bereits für Hugo Chávez während seiner Amtszeit von 1999 bis 2013 ein zentrales Anliegen. 2003 entstand das Programm Mercal mit staatlich subventionierten Geschäften. Es wurde 2007 in die Misión Alimentación umgewandelt.

Mercal und ähnliche Sozialprogramme stärkten laut der Darstellung lange die politische Macht der bolivarischen Bewegung. Nach dem Aufstieg verfiel Mercal jedoch infolge von Korruption und überteuerten Importen. Seit 2015 verlor das Programm an Bedeutung. Ähnlich erging es PDVAL, einem vergleichbaren Netzwerk aus dem Umfeld der staatlichen Ölgesellschaft. Beide Programme bestünden heute kaum noch über das Papier hinaus. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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