Eine Beteiligung habe er gegenüber der Presse weder bestätigt noch verneint. kenne er jedoch. Dieser sei Offizier gewesen und habe zur Zeit der Sprengung in seiner Einheit unter seinem Kommando gedient, sagte Tscherwinskyj Radio Swoboda.
Tscherwinskyj hält eine öffentliche Erklärung des ukrainischen Staates oder der Armee dazu, wer die Pipeline im Jahr 2022 gesprengt habe, nicht für notwendig. Sollte die Ukraine die Pipeline gesprengt haben, wäre sie aus seiner Sicht ein legitimes Ziel gewesen.
Dieser Argumentation folgten viele Menschen in der Ukraine. Auch der polnische Ministerpräsident Donald Tusk hatte erklärt, für Europa, die Ukraine, Litauen und Polen sei nicht die Sprengung von Nord Stream 2 das Problem, sondern der Bau der Pipeline.
Die ukrainische Regierung verfolgt öffentlich eine ähnliche Linie. Außenministeriumssprecher Heorhij Tychyj verwies bei einem Pressetermin vergangene Woche auf ukrainische Warnungen vor der Pipeline im Jahr 2021. Statt über die Verantwortlichen für die Sprengung zu sprechen, solle man jene befragen, die die Leitung gebaut, genehmigt und in Betrieb genommen hätten.
Viele Politiker in Kiew befürchten, der Prozess in Hamburg könne dem Ansehen der ukrainischen Führung schaden. Sie rechnen mit negativer Berichterstattung und einer möglichen Instrumentalisierung des Falls. Offen sei weiterhin, inwieweit Selenskyj von der Operation gewusst oder sie beauftragt habe. Nach Recherchen von Investigativjournalisten könnten sowohl Selenskyj als auch der frühere ukrainische Armeechef und heutige Botschafter in London, Valerij Saluschnyj, eingeweiht gewesen sein. Der Prozess werde diese Frage vermutlich nicht klären.
Sollte der Verdächtige verurteilt werden, könnte Russland das Geld möglicherweise zurückerhalten. Kateryntschuk hält die Sprengung dennoch für richtig, weil Russland Europa sonst mit den Gaspreisen unter Druck gesetzt hätte und die Unterstützung für die Ukraine seiner Einschätzung nach geringer ausgefallen wäre.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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