Dafür hat der Schweizer Konzern mit dem US-Rüstungskonzern Lockheed Martin einen Vertrag zur weiteren Zusammenarbeit im Projekt Rigi unterzeichnet, wie die Luzerner Zeitung berichtet.
Das Projekt läuft seit 2024. Sie sollen ihr Wissen nun in Emmen weitergeben. Auch ein Vertreter von Lockheed Martin hat dort bereits ein Büro eingerichtet. Zehn bis 20 weitere Spezialisten sollen folgen.
Ursprünglich war die Endmontage von vier Kampfjets vorgesehen. Bei einem Hintergrundgespräch bei der Ruag hiess es, das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis habe jedoch für drei Jets gesprochen. Der erste Rumpf eines F-35 soll im September 2027 in der Schweiz eintreffen. Die Endmontage wird knapp über ein Jahr dauern. Danach folgen Bodenprüfungen und Testflüge in Emmen.
Nach den Tests fliegt das Flugzeug nach Crameri in Italien. Dort erhält es die radarabsorbierende Beschichtung der Stealth-Technologie. Bis 2030 will die Ruag auch die beiden anderen Jets endmontiert haben.
Mit dem Projekt kann die Ruag weiteres Know-how aufbauen. Heute besitzen neun Länder rund 240 F-35. Europäische Staaten planen langfristig die Beschaffung von 600 bis 700 Flugzeugen dieses Typs. Dadurch wächst für die Ruag der Kreis möglicher Staaten für Drittgeschäfte.
Mit Emmen verfügt der F-35 weltweit über den vierten Standort für die Endmontage. Die anderen befinden sich in Crameri, Fort Worth und Nagoya in Japan. Die Ruag ist nach eigenen Angaben mit mehreren Ländern wegen Drittgeschäften im Gespräch.
Für solche Aufträge darf das Unternehmen jedoch nur 20 Prozent seiner Kapazitäten einsetzen.
Bei diesen Flugzeugen übernahm die Ruag auch umfassende Triebwerksrevisionen und Arbeiten an einzelnen Komponenten. Diese Aufgaben fallen beim F-35 weg. Der Konzern prüft deshalb den Aufbau von Kompetenzen für zwei bis drei Nischenkomponenten, die für Drittgeschäfte genutzt werden könnten.
Dieser beschäftigt 400 Personen.
Bei der Ruag heisst es, dass deshalb abgesehen von der natürlichen Fluktuation keine Entlassungen nötig sein sollen. Viele Spezialisten gingen vermutlich gemeinsam mit der F/A-18 in Pension.
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