Ein 19-Jähriger aus Palatine im US-Bundesstaat Illinois ist am 11. Oktober festgenommen und wegen einer mutmaßlichen Anschlagsplanung angeklagt worden. Er soll einen Hindu-Tempel im Raum Aurora als Ziel ausgewählt haben, berichtete die Hindustan Times unter Berufung auf Fox32Chicago und einen Polizeibericht.
Dem Mann, Alexandros P., werde eine terroristische Drohung als Verbrechen der Klasse X sowie der unrechtmäßige Besitz eines Gewehrs mit einem Lauf von weniger als 16 Zoll als Verbrechen der Klasse 3 vorgeworfen. Er soll etwa sieben Monate als Kassierer bei Taco Bell in Arlington Heights gearbeitet haben.
Ein Kollege habe nach Angaben von Fox32Chicago berichtet, P. habe abfällige Bemerkungen über Menschen anderer Herkunft gemacht, insbesondere über Inder. Er habe sich offen als weißer Rassist bezeichnet und häufig über die Nationalsozialisten sowie den bewaffneten Kampf gesprochen. P. soll dem Kollegen gesagt haben, er könne es kaum erwarten, Inder zu töten, und einen Angriff auf den größten Hindu-Tempel in Aurora geplant haben.
Nach einem Telefonat, in dem P. über eine klemmende Waffe gesprochen und einen neuen Versuch nach deren Reparatur angedeutet habe, sei die Polizei eingeschaltet worden. Beamte der Polizei von Palatine hätten ihn gegen 15.42 Uhr auf einem Parkplatz nahe seiner Wohnung im 1300er-Block der North Baldwin Court gefunden.
Darin habe er rassistische Beleidigungen und Hassäußerungen gegen mehrere Gruppen verwendet, darunter Menschen indischer Herkunft, jüdische Menschen und Schwarze. Zudem habe er beschrieben, möglichst viele Menschen töten zu wollen.
In dem Dokument soll er auch die Beschaffung und Veränderung eines Gewehrs im AR-Stil sowie seine Recherchen zum mutmaßlichen Ziel über YouTube und Google Street View beschrieben haben. Nach Angaben im Polizeibericht habe er den Angriff zwei Jahre lang vorbereitet und sich zwei Monate lang auf den Ort konzentriert.
Außerdem seien Gegenstände mit Nazi-Symbolen, darunter Hakenkreuze, entdeckt worden.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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