Das erklären mehrere involvierte Personen gegenüber SRF. Offiziell bestätigen wollen weder das Unternehmen noch das Verteidigungsdepartement VBS den Verdacht.
Beyond Gravity hatte Anfang des Monats über einen gezielten Angriff informiert. Das Unternehmen sprach von einem mutmasslich hochprofessionellen Akteur. Das VBS untersucht den Angriff gemeinsam mit dem Bundesamt für Cybersicherheit.
Nach Informationen von SRF wird intern China als möglicher Urheber vermutet.
Welche Informationen die Angreifer bei Beyond Gravity erlangt haben, ist unklar. Daten seien jedoch gestohlen worden. Darauf deutet auch eine Stellungnahme der Grünen-Ständerätin Maya Graf hin. Als Präsidentin der Geschäftsprüfungskommission des Ständerats vertritt sie die parlamentarische Oberaufsicht.
Graf sagt, die Geschäftsprüfungskommissionen von National- und Ständerat hätten vom Datenabfluss Kenntnis erhalten.
Beyond Gravity gehört zur Ruag International AG, die sich im Besitz des Bundes befindet.
Der damalige Angriff hatte Folgen für den gesamten Ruag-Konzern. Der Bundesrat beschloss eine Aufteilung. Der hauptsächlich für die Schweizer Armee tätige Unternehmensbereich wurde abgespalten und firmiert heute unter Ruag MRO. Mehrere Bereiche der verbliebenen Ruag International AG wurden danach verkauft, mit Ausnahme von Beyond Gravity.
Beyond Gravity beliefert unter anderem das europäische Ariane-Raketenprogramm und die Nasa. Weber sagt, bei Spionage gehe es häufig nicht um den Diebstahl grosser Technologien. Auch einzelne Details könnten für einen Nachrichtendienst wichtig werden, wenn er sie zusammensetze.
Sollten harte Beweise gegen China vorliegen, müsste der Bundesrat nach Webers Einschätzung über eine Reaktion entscheiden. Der Bundesrat sei meist zurückhaltend, weil eine öffentliche Bezichtigung aussenpolitische Interessen gefährden könne.
Deutschland mache chinesische Spionageaktionen dagegen zunehmend öffentlich.
Der Bundesrat wollte Beyond Gravity verkaufen. Das Parlament legte dagegen aus sicherheitspolitischen Überlegungen sein Veto ein. Mitte September beriet der Bundesrat mögliche Lösungen für die künftige Positionierung des staatlichen Konzerns, traf aber noch keinen Entscheid. Der Cyberangriff dürfte Beyond Gravity in dieser Übergangszeit schwächen.
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