Trotz der Vermittlungsbemühungen der USA setzen Russland und die Ukraine ihre gegenseitigen Angriffe fort, wie die tagesschau berichtet. Aus Moskau wurden zugleich Drohnenangriffe gemeldet.
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilte auf der Plattform X mit, in der Hauptstadt habe es mehrere Einschläge gegeben. Die Bewohner hätten sich demnach in Schutzräumen in Sicherheit bringen müssen, mehrere Menschen seien verletzt worden. Die ukrainische Luftwaffe hatte in den frühen Morgenstunden vor weiteren ballistischen Flugkörpern auf Kiew gewarnt.
Nicht ausgeschlossen werden könne, dass aus den beschädigten Gebäuden noch Menschen gerettet werden müssten. Später meldete der Bürgermeister zusätzlich Schäden an Teilen einer U-Bahn-Brücke.
Das russische Verteidigungsministerium erklärte, in der Nacht habe es außerdem einen massiven Angriff auf Hafenanlagen in Odessa gegeben.
Die meisten von ihnen seien demnach von der russischen Luftabwehr abgefangen worden. Im Mittelpunkt solle die Frage stehen, wie nach einem Ende des Konflikts ein Sicherheitssystem für Russland und die Ukraine aussehen könnte, erklärte Putins Berater Juri Uschakow.
Uschakow sagte, die Vorschläge der Europäer und der Ukraine, die der US-Sondergesandte Steve Witkoff übermittelt habe, enthielten nicht viel Substanz.
Zuvor hatte sich Putin in St. Petersburg mit Witkoff getroffen.
Ein solches Theater um Gespräche gebe es seit vielen Jahren, sagte er im Interview mit tagesschau24. Deshalb habe er bislang wenig Hoffnung.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßte den Vorschlag, Gespräche mit den USA und Russland zu führen. Ein Treffen auf Ebene der Unterhändler solle möglichst bald stattfinden, am besten bis Anfang November. Dabei könnten Friedensvorschläge sowie ein mögliches Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs besprochen werden.
Zuvor hatte Selenskyj ein Einfrieren der Frontlinie als möglichen ersten Schritt zu einer Waffenruhe bezeichnet. Die Frontlinie müsse jetzt eingefroren werden, sagte er dem US-Nachrichtensender Fox News. Das sei der Weg, um den Krieg zu beenden, und das Mindeste, was die Ukraine heute von Russland erwarten könne.
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