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Siedler greifen Olivenernte im Westjordanland an – Fotojournalistin verletzt

Bei einem Angriff militanter israelischer Siedler auf Dorfbewohner aus Abu Falah im Westjordanland sind nach Angaben von SBS World mindestens zwei Menschen verletzt worden, darunter die Fotojournalistin Heidi Levine von der Washington Post.

Siedler greifen Olivenernte im Westjordanland an – Fotojournalistin verletztSymbolbild
Foto: Chermiti Mohamed · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Rund 80 maskierte Siedler griffen Dorfbewohner bei der Olivenernte an und setzten Schleudern sowie Brände an Olivenbäumen ein
  • US-Fotojournalistin Heidi Levine (Washington Post) wurde verletzt, erlitt Schnittwunden und einen gebrochenen Rippenbogen
  • Die israelische Beobachtungsgruppe Yesh Din registrierte seit dem 27. September mindestens 170 Angriffe von Siedlern auf Palästinenser

Bei einem Angriff militanter israelischer Siedler im Westjordanland sind nach Angaben von SBS World mindestens zwei Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten ist die US-Fotojournalistin Heidi Levine, die für die Washington Post arbeitet.

Wie Reuters unter Berufung auf Zeugen berichtete, kamen rund 80 Siedler von einem Hügel oberhalb eines terrassierten Olivenhains herab, in dem sich Dorfbewohner versammelt hatten, um reife Früchte zu pflücken. Das Pflücken ist im palästinensischen Leben eine jährliche Tradition. Die Siedler, die schwarze Kleidung trugen und ihre Gesichter maskiert hatten, brachten teils Gaskanister mit. Sie stellten sich vor den Reihen der Olivenbäume auf und setzten Schleudern ein, um Steine auf die Palästinenser zu werfen. Diese stiegen den Hügel hinab und warfen ihrerseits Steine, um sich zu verteidigen. Die Siedler setzten auch Olivenbäume in Brand.

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Der Landwirt Moutaz A., 42, der den Angriff in Abu Falah miterlebte, sagte, die Siedler wollten die Dorfbewohner angreifen und aus ihren Häusern vertreiben.

Im Verlauf des Angriffs fuhren mindestens zwei israelische Militärjeeps durch das Gebiet. Die Dorfbewohner rannten aus dem Weg, während Staub aufwirbelte. Auch nach dem Eintreffen des Militärs ging der Angriff weiter. Israelische Soldaten setzten Tränengas in Richtung der Palästinenser ein, die den Jeeps ausgewichen waren. In der Gegend waren Schüsse mit scharfer Munition zu hören. Ein Fotograf von Reuters sah mindestens einen bewaffneten Siedler schießen.

Das israelische Militär teilte mit, Soldaten und Grenzpolizisten hätten nach ihrer Ankunft in dem Gebiet sogenannte Warnschüsse abgegeben. Zu einem Zeitpunkt hätten die Truppen zudem auf eine Person geschossen, die sie für eine Bedrohung gehalten hätten. Versuche, Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen zu schüren, untergrüben die Sicherheit in der Region, erklärte das Militär. Angriffe und Gewalt gegen unschuldige Zivilisten seien schwerwiegend und inakzeptabel.

Palästinensische Sanitäter erklärten, zwei Verletzte seien in Krankenhäuser im Raum Ramallah gebracht worden. Ein Video des Angriffs zeigt Heidi Levine, wie sie auf der Seite auf einem Feldweg liegt, die Hände über dem Gesicht, während mindestens drei Siedler sie umringen. Später sprach Levine aus dem Krankenhausbett. Sie sei angegriffen und zu Boden gestoßen worden. Ihre Schutzweste und ihr Helm hätten sie gerettet, sonst wäre sie vermutlich nicht mehr am Leben, weil man immer wieder auf sie eingetreten habe. Levine befinde sich in stabilem Zustand.

Die Washington Post berichtete später, Levine habe Schnittwunden am ganzen Körper und einen gebrochenen Rippenbogen erlitten. An einer Hand müsse sie operiert werden, nachdem ein Finger aufgerissen worden sei und der Knochen freigelegen habe.

Matt Murray, Executive Editor der Washington Post, forderte eine Untersuchung des Vorfalls. Das US-Außenministerium erklärte, es verurteile kriminelle Gewalt im Westjordanland, egal von welcher Seite sie ausgehe, und unterstütze, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Die Gewalt von Siedlern gegen Palästinenser im besetzten Westjordanland hat nach Angaben der israelischen Beobachtungsgruppe Yesh Din, die Siedlungen überwacht, stark zugenommen. Seit dem 27. September, etwa zum Beginn der jährlichen Olivenernte, seien mindestens 170 Angriffe registriert worden.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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