Gegen Corey Lewandowski, einen früheren politischen Berater von Donald Trump und ehemaligen Spitzenberater im US-Heimatschutzministerium (DHS), wird strafrechtlich ermittelt. Der Vorwurf lautet, er habe von seiner Rolle in der US-Regierung profitiert. Das berichtete Reuters unter Berufung auf drei US-Beamte und eine weitere Person, die mit der Angelegenheit vertraut ist.
Die Ermittlungen gehen laut den vier Personen auf eine strafrechtliche Anzeige des internen Kontrollorgans des DHS an das Justizministerium zurück. Das Büro des Generalinspekteurs im DHS untersucht demnach Lewandowskis Beteiligung an der Abwicklung bestimmter Regierungsaufträge, wie ein DHS-Beamter einer der Personen sagte.
Der Anwalt Lewandowskis war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Ermittlungen waren zuerst vom Wall Street Journal berichtet worden, das den Anwalt zitierte: Lewandowski bestreite alle Vorwürfe des Fehlverhaltens. Nach Angaben einer der Personen hat das Justizministerium bislang weder Vorladungen noch andere rechtliche Forderungen in dem Verfahren erlassen. Alle vier Personen sprachen nur unter der Bedingung der Anonymität.
Auf Nachfrage von Reportern sagte Trump, er kenne die Einzelheiten der Untersuchung nicht. Er wolle, dass seine Leute ehrlich seien. Wenn sie es nicht seien, werde sein Justizministerium tun, was es tun müsse.
Das Justizministerium unter Trump hat mehrere prominente Kritiker des Präsidenten untersucht, darunter den früheren FBI-Direktor James Comey und die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James. Ermittlungen gegen Personen aus Trumps Umfeld waren dagegen selten. Zugleich hat das Ministerium Schritte unternommen, mehrere laufende Verfahren gegen Verbündete Trumps einzustellen, darunter gegen Unterstützer, die im Zusammenhang mit dem Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 angeklagt waren.
Lewandowski war Spitzenberater der früheren Heimatschutzministerin Kristi Noem während ihrer Amtszeit an der Spitze des DHS. Trump entließ Noem im März nach monatelanger Kritik.
Lewandowski soll einige DHS-Verträge unterzeichnet haben, obwohl seine rechtliche Befugnis als besonderer Regierungsangestellter fraglich gewesen sei, so ein DHS-Beamter. Bestimmte Zuschüsse und Aufträge, darunter solche, die die FEMA betrafen, seien auf Lewandowskis Weisung gestoppt worden, sagten zwei der Personen, die beide DHS-Beamte seien.
Lewandowski war Wahlkampfmanager bei Trumps erstem Präsidentschaftswahlkampf 2016 und beriet dessen Wahlkampf 2024. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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