SRF News berichtet über eine erste SRG-Umfrage zu den Abstimmungen am 29. November. Demnach lehnen 49 Prozent der Stimmberechtigten die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer ab, 46 Prozent befürworten sie. Die Umfrage ergibt damit ein Patt mit leichtem Vorsprung für das Nein.
Auf alltäglichen Gütern wie Lebensmitteln oder Medikamenten bliebe der Satz unverändert. Weil dafür eine Verfassungsänderung nötig ist, stimmt das Volk am 29. November darüber ab.
Die 13.
Für die Umfrage hat das Forschungsinstitut GFS Bern im Auftrag der SRG SSR zwischen dem 5. und 18. Oktober 2026 befragt, der mittlere Befragungszeitpunkt war der 11. Oktober. Ausgewertet wurden die Antworten von 14'874 Stimmberechtigten. Der statistische Fehler beträgt ±2,8 Prozentpunkte. Da sich die Teilnehmenden selbst rekrutieren, wurden die Daten nach Wohnort, Alter, Geschlecht und politischer Präferenz gewichtet.
Nach Altersgruppen zeigt sich ein deutliches Bild. Ältere Stimmberechtigte neigen zu einem Ja, jüngere lehnen die Vorlage derzeit mehrheitlich ab, und die mittlere Altersgruppe ist ausgeglichen. Die höchste Zustimmung findet sich bei jenen, die ab Dezember 2026 von der 13. AHV-Rente profitieren würden. Politologe Lukas Golder von GFS Bern spricht von einem deutlichen Alterskonflikt.
Deutlich unterschiedlich fallen die Haltungen nach Parteinähe aus. Bei den Sympathisierenden der SP (60 Prozent), der Grünen (58 Prozent), der Mitte (58 Prozent) und der GLP (56 Prozent) gibt es Ja-Mehrheiten. Bei den Nahestehenden der FDP sagten zum Umfragezeitpunkt 54 Prozent Nein. Bei der SVP lehnen 68 Prozent ab. Auch Befragte ohne Parteibindung überwiegen mit 62 Prozent klar im Nein.
Die Nein-Seite verfügt laut Umfrage über die breitere Argumentationsbasis. Die Pro-Seite erreicht knapper Mehrheiten. Insgesamt überzeugen die Pro-Argumente laut GFS Bern weniger stark, als es die bisherige Zustimmung vermuten lässt.
Noch ist die Meinungsbildung offen. 46 Prozent der Stimmberechtigten geben an, eher dafür oder dagegen zu sein oder es nicht zu wissen. Golder erwartet, dass der begonnene Abstimmungskampf noch zu grösseren Verschiebungen führen kann.
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