Das Shamonda-Virus ist erstmals bei einem Menschen nachgewiesen worden. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, betrifft der Fall einen Patienten in Frankreich, der Anfang Oktober gestorben ist. Das Virus war bislang nur bei Tieren festgestellt worden und galt als nicht auf den Menschen übertragbar.
Nach derzeitigem Wissensstand bestehe für die allgemeine Bevölkerung kein Gesundheitsrisiko. Dadurch könne eine Infektion wesentlich leichter entstehen und das Virus sich effizient vermehren. Dies sei ein erheblicher Faktor, der auch bei vielen anderen Virusinfektionen zu berücksichtigen sei, weshalb er ihn für die Bewertung des Falls für wichtig halte.
Die Behörde verfolge die Lage genau.
Bekannt ist, dass das Virus 1965 in Nigeria erstmals registriert wurde. Übertragen wird es durch Gnitzen, sehr kleine Stechmücken.
Nach einer sehr starken ersten Welle seien die Infektionszahlen bei Tieren aufgrund der Herdenimmunität vermutlich deutlich reduziert.
In Deutschland wurde das Shamonda-Virus in diesem Sommer erstmals bei Rindern festgestellt, später vereinzelt auch bei Pferden.
Obwohl der Erreger seit mehreren Jahrzehnten in Afrika und Asien zirkuliert, war bislang kein Fall beim Menschen dokumentiert. Das französische Agrarministerium spricht deshalb von einem Ausnahmefall. InstaNews hatte am 22. Oktober über den ersten menschlichen Fall in Frankreich berichtet.
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