Großprojekte haben der deutschen Bauwirtschaft im August ein kräftiges Plus bei den Neuaufträgen beschert, berichtete n-tv.
Laut Statistischem Bundesamt nahmen die Bestellungen im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vormonat um 23,0 Prozent zu. Die Behörde führte das auf mehrere Großaufträge zurück. Es sei dies der höchste saisonbereinigte Anstieg zum Vormonat seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1991 gewesen, hieß es weiter.
Im Dreimonatsvergleich, der weniger stark schwankt, zeigt sich ebenfalls ein deutlicher Anstieg.
Auch der Umsatz stieg im August. Gegenüber dem Vorjahresmonat legte er um 10,1 Prozent auf 10,9 Milliarden Euro zu. Inflationsbereinigt bleibt ein Plus von 4,9 Prozent.
Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes, äußerte, die Branche erkenne inzwischen Anzeichen einer Besserung. Er verwies auf Großprojekte im Bahnbau und auch im Wohnungsbau.
Im Hochbau, zu dem auch der Wohnungsbau zählt, stiegen die Bestellungen im August um 12,4 Prozent.
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, dämpfte dagegen die Erwartungen. Die Zahlen ließen nach seinen Worten keinen breiten Aufschwung erkennen. Der kräftige Anstieg beim Auftragseingang gehe vor allem auf den Tiefbau zurück, und zwar auf wenige Großaufträge in einzelnen Bundesländern, insbesondere in Bayern, sagte Pakleppa.
Der Mittelstand habe nach Pakleppas Angaben noch freie Kapazitäten. Die Auslastung der Geräte im Hochbau liege lediglich bei 45 Prozent.
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