Bei Volkswagen geht die nächste Runde der Gespräche über den Sparkurs in die Verlängerung. Wie Spiegel Online berichtet, kommen Unternehmen, IG Metall und Betriebsrat an diesem Freitag erneut zusammen.
Vor knapp zwei Jahren hatte Volkswagen der Belegschaft zugesagt, auf betriebsbedingte Kündigungen und Werkschließungen zu verzichten und in deutsche Standorte sowie neue Produkte zu investieren. Seitdem hat sich die Lage in der Autoindustrie nach Darstellung der Quelle erheblich verschlechtert.
Die Arbeitnehmer zogen sie Mitte September und verlangten nach den Sparbeschlüssen des VW-Aufsichtsrats Klarheit, ob und wie Volkswagen die Zusagen einhält. Niedersachsens IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger sagte, man sei enttäuscht und wütend. Die Gewerkschaft erwarte nun Antworten auf einen Fragenkatalog.
Personalvorstand Arne Meiswinkel hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Volkswagen halte sich an Verträge, erklärte er. Chinesische Hersteller drängten mit günstigen Exporten nach Europa, so Meiswinkel. Die Maßnahmen aus dem Zukunftsplan müssten schnell und konsequent umgesetzt werden.
Die Kündigung von zehn Tarifverträgen zum 31. Dezember 2026, ganz oder teilweise, hat Volkswagen nach dem ersten Überprüfungsgespräch angekündigt. Der Konzern will nach eigenen Angaben seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern und Kosten senken.
Der Aufsichtsrat hatte Anfang September einen Plan des Vorstands gebilligt, der VW deutlich profitabler machen soll. Die Hälfte könnte auf Deutschland entfallen.
Welche Änderungen Volkswagen mit der Kündigung konkret erreichen will, ist bislang offen. Die IG Metall fordert zugleich mehr Geld. Die Gewerkschaft hatte am 23. September fünf Prozent mehr gefordert. Die Gespräche müssen spätestens Anfang Dezember beginnen.
Dezember. Danach seien Ausstände möglich und nicht unwahrscheinlich.
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