Steigende Zinsen dämpfen laut einer Studie den deutschen Immobilienmarkt, berichtete Spiegel Online. Demnach zogen die Preise für Eigentumswohnungen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,3 Prozent an. Seit 2023 habe sich das Preisniveau weitgehend seitwärts entwickelt, hält das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) fest. Gegenüber dem Höchststand von 2022 lägen die Kaufpreise gut zehn Prozent niedriger.
Für den Neubau erwartet das IW einen weiteren Rückgang. Die Zahl neu gebauter Wohnungen dürfte sinken, weil die Nachfrage wegen steigender Baukosten zurückgehe. Diese Baukosten würden derzeit hauptsächlich von den hohen Energiepreisen angetrieben. Zinsen und Baukosten stiegen damit zugleich, so Sagner und Voigtländer, und verschärften die Wohnungsbaukrise.
Für Haushalte wird die Finanzierung ebenfalls teurer. In den sieben größten Städten sanken die Preise für Eigentumswohnungen um 0,8 Prozent. Rückgänge verzeichnete das IW dagegen in Stuttgart mit 3,9 Prozent, in Berlin mit 2,0 Prozent, in Köln mit 1,3 Prozent, in Leipzig mit 1,0 Prozent und in München mit 0,7 Prozent.
Bei den Mieten zeigt sich ein anderes Bild.
Nach Darstellung des IW drängen teure Kredite stattdessen finanzstarke Haushalte auf den Mietmarkt. Das Institut erwartet vorerst keine Entspannung. Der Neubau dürfte unter den hohen Kosten weiter leiden und damit die Mieten antreiben.
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