Der Autobauer Audi plant in den Vereinigten Staaten erstmals ein eigenes Werk. Wie n-tv berichtet, machte US-Präsident Donald Trump den Schritt während eines Wahlkampfauftritts im Bundesstaat Georgia bekannt, den er kurz vor den Kongresswahlen absolvierte. Dort sollen jährlich 200.000 Autos vom Band laufen.
Anschließend holte er Audi-Chef Gernot Döllner auf die Bühne. Döllner dankte dem Präsidenten vor den Wahlen für dessen Unterstützung.
Der Präsident tourt derzeit durch umkämpfte Bundesstaaten. Die Republikaner des Präsidenten wollen ihre knappen Mehrheiten in beiden Kongresskammern halten.
Dabei droht er mit hohen Zöllen. Firmen, die diesem Wunsch folgen, stellt er den Erlass von Zöllen auf Importe in die USA in Aussicht. Die Produktion soll Anfang der 2030er-Jahre anlaufen.
Die IG Metall begrüßte die Pläne grundsätzlich, verband das aber mit einer Mahnung. Die Erste Vorsitzende Christiane Benner erklärte in einer Mitteilung, ein besserer Zugang zum US-Markt durch ein neues Werk sei richtig und notwendig. Zugleich müssten verbindliche Perspektiven für die Beschäftigten an allen Standorten, besonders an den hiesigen, klar definiert und festgehalten werden. Der Vorstand stehe dabei in der Bringschuld.
Benner wies darauf hin, dass die abschließende Entscheidung über einen möglichen Fabrikneubau unter dem Vorbehalt der Gremienzustimmung stehe. Das finale Votum werde im Aufsichtsrat der Volkswagen AG getroffen, und zwar unter ganzheitlicher Betrachtung. Dort ist Benner stellvertretende Vorsitzende.
VW-Chef Oliver Blume unterstrich in einer Mitteilung, dass vom Erfolg in Nordamerika der gesamte Volkswagen-Konzern profitiere.
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