Wie das finanziert werden kann, ist jedoch unklar, wie die tagesschau berichtet. Im Bericht aus Berlin machen CDU und SPD dazu sehr unterschiedliche Vorschläge. Wie genau und in welchem Umfang das geschehen soll, ist nach wie vor offen.
Zuletzt tat dies Kanzler Friedrich Merz auf dem Parteitag der CSU. Der CDU-Vorsitzende erklärte, wenn es eben gehe, und er denke, es gehe, dann müsse die Stromsteuer im nächsten Jahr sinken.
Bundesfinanzminister und SPD-Chef Lars Klingbeil ist grundsätzlich ebenfalls für eine solche Entlastung. Er fragt jedoch, wie sie gegenfinanziert werden soll. Klingbeil stellt klar, man könne nichts versprechen, was am Ende nicht gehalten werden könne.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) macht die schwarz-rote Koalition im Bund für dieses Finanzierungsdilemma verantwortlich. Die Koalition habe den Anfang der Regierungszeit verstolpert. Große Themen wie die Deregulierung seien nicht angegangen worden, deshalb brauche man nun so viel Geld. Wenn Deutschland wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhalten wolle, müsse dieser Schritt kommen. Kretschmer sagt, man habe in vielen Punkten früher erkannt, was notwendig sei, und recht behalten. Die Steuermehreinnahmen 2027 gäben Klingbeil den nötigen Spielraum für die Senkung der Stromsteuer.
Dieses Vorhaben stößt bei der Union nicht auf Gegenliebe. Bovenschulte fordert, man solle nun denen in die Tasche greifen, die zuvor die Bürgerinnen und Bürger finanziell belastet hätten. Ohne die Union gebe es dafür zwar keine Mehrheit, räumt er ein.
Eine Entlastung beim Strompreis reicht nach Bovenschultes Ansicht allein nicht aus. Nötig sei eine Einkommensteuerreform, die kleine und mittlere Einkommen entlaste. Der Staat habe viele aktuell teure Aufgaben. Deshalb könne es nicht sein, dass immer nur die kleinen Leute aufgefordert würden, den Gürtel enger zu schnallen.
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