Wie die tagesschau berichtet, wird die ursprünglich geplante Kürzung auf zwölf Monate nicht umgesetzt. Die Kürzung sollte den Haushalt entlasten. Grundlage der Meldung ist ein Dokument des Familienministeriums, das dem ARD-Hauptstadtstudio exklusiv vorliegt.
Demnach sollen Eltern zusammen weiterhin bis zu 14 Monate Basiselterngeld erhalten. Neu ist die Aufteilung, die das Ministerium als 4-6-4-Modell bezeichnet. Vier Monate sind für Mutter und Vater jeweils fest reserviert, sechs weitere Monate können die Eltern frei untereinander aufteilen. Beide Elternteile dürfen wieder unbegrenzt gleichzeitig Elterngeld beziehen. Alleinerziehende erhalten bis zu 14 Monate.
Auch bei der Höhe gibt es Änderungen. In den reservierten Monaten sollen Eltern 80 Prozent des früheren Nettoeinkommens bekommen, bisher waren es 65 Prozent. In allen weiteren Monaten sind es künftig nur noch 50 Prozent.
Den Mindestbetrag will das Ministerium wie ursprünglich geplant von 300 auf 330 Euro anheben. Der Höchstbetrag soll von 1.800 auf 1.900 Euro steigen. Auf diese Weise sollen Väter einen größeren Teil der Kinderbetreuung übernehmen. Dieses Ziel hat sich die schwarz-rote Koalition ausdrücklich gesetzt.
Das Bildungs- und Familienministerium muss wie alle Ministerien Einsparungen erzielen. Im Sommer hatte es unter harten Sparvorgaben einen Entwurf für eine Elterngeldreform erarbeitet. Darin vorgesehen waren die Kürzung der Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate sowie drei Monate, die jedem Elternteil vorbehalten gewesen wären. Sechs weitere Monate hätten die Partner untereinander aufteilen können. Hätte nur ein Elternteil Elternzeit genommen, wären maximal neun Monate Elterngeld gezahlt worden.
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