Bei der Polizei hat es heuer 1.500 Neuaufnahmen gegeben.
Mit dem Modell "Wien auf Zeit" soll sich auch in der Bundeshauptstadt wieder ein deutlicher Zuwachs bei der Exekutive einstellen. Bereits 50 Interessentinnen und Interessenten gibt es dafür. Ihre Ausbildung startet im Dezember. Im Gegenzug wird garantiert, dass die weitere Laufbahn im Heimatbundesland fortgesetzt werden kann.
In Wien bewarben sich heuer 4.000 Personen für den Polizeidienst, nur 650 schafften die Aufnahme. Der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl räumte vor Medienschaffenden ein: "Es hätten mehr sein können." Sie haben die Aufnahme geschafft, scheiterten in ihrer Heimat jedoch an den begrenzten Ausbildungskapazitäten. Pürstl sagte, das Modell "kommt uns sehr gelegen". Karner sprach von einer "klassischen Win-Win-Situation": Wien erhalte mehr Polizisten, und die Auszubildenden könnten dort arbeiten, wo Bedarf bestehe.
Zum neuen Dienstzeitmanagement (DZM) erklärte Karner, seit September laufe der Probebetrieb in fünf Testregionen. Der Journaldienst umfasst mindestens 16 Stunden und ist nicht mehr zwingend mit Nachtdiensten verbunden. Die Dienstplanung für den Folgemonat muss nun am 25. eines Kalendermonats abgeschlossen sein. Bisher war der 17. der Stichtag.
Die Zulagen für Wochenend- und Nachtdienste werden ab 1. Jänner 2027 verdoppelt.
Für das bevorstehende Halloween-Wochenende sieht sich die Exekutive gewappnet, wie Karner und Pürstl übereinstimmend betonten. In sozialen Medien gebe es Aufrufe zu Ausschreitungen, befeuert von Bildern jüngster Krawalle in europäischen Großstädten. Karner versicherte, man beobachte das polizeilich. Die Polizei sei gut vorbereitet und werde konsequent einschreiten, wenn es notwendig sei.
Pürstl berichtete für Wien von "einzelnen GenZ-Aufrufen".
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