Der britische Aktivist Stephen Yaxley-Lennon, bekannt als Tommy Robinson, ist am Southwark Crown Court in London der Belästigung zweier Journalisten schuldig gesprochen worden. Wie die Arab News berichtete, fiel das Urteil mit einer Mehrheit von zehn zu zwei Stimmen. Robinson wurde bis zur Verkündung des Strafmaßes im Dezember gegen Kaution freigelassen.
Vor Prozessbeginn hatte Robinson erklärt, der Milliardär Elon Musk unterstütze seine Verteidigung. Musk, Eigentümer der Plattform X, teile Beiträge Robinsons häufig und habe ihm die Rückkehr auf die Plattform ermöglicht. Im vergangenen Jahr habe Musk zudem seine Verteidigung bezahlt, als Robinson angeklagt worden war, der Polizei seine Telefon-PIN nicht übermittelt zu haben. In diesem Punkt sprach ihn ein Richter frei. Musk habe außerdem virtuell an einer von Robinson organisierten Kundgebung in London teilgenommen.
Robinson stand unter dem Namen Stephen Lennon vor Gericht. Ihm wurden zwei Fälle von Belästigung zur Last gelegt, bei denen die Betroffenen Angst vor Gewalt bekommen haben sollen. Die Vorwürfe betreffen Nachrichten und Anrufe an zwei Journalisten der Daily Mail aus dem Jahr 2024.
Nach dem Mord an drei jungen Mädchen im Juli in der nordenglischen Stadt Southport äußerte sich Robinson wiederholt zu den Tötungen, während sich Krawalle über ganz Großbritannien ausbreiteten. Die Daily Mail spürte ihn auf Zypern auf, wo er mit seiner Familie Urlaub machte. In einem Bericht warf die Zeitung ihm vor, von seiner Sonnenliege aus Rassenkrawalle anzuheizen. Danach soll Robinson die beiden an der Recherche beteiligten Journalisten wiederholt kontaktiert und mehrere Nachrichten über sie auf X veröffentlicht haben. Zudem habe er behauptet, Fotos von deren Wohnadresse und Familie zu besitzen.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Kommentare (0)