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Bei Zugunglück nahe Urda sterben mindestens 68 Menschen

Bei einem Zusammenstoß zweier Züge in Kastilien-La Mancha sind mindestens 68 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Es ist das zweite tödliche Zugunglück in Spanien innerhalb von zehn Monaten.

Bei Zugunglück nahe Urda sterben mindestens 68 MenschenSymbolbild
Foto: Mikhail Nilov · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einem Zugunglück nahe Urda in Kastilien-La Mancha sind mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende wurden verletzt
  • Ein Zug des staatlichen Betreibers Renfe prallte auf der Strecke Madrid-Sevilla auf das Heck eines Zuges des privaten Unternehmens Iryo
  • Der spanische Verkehrsminister bezeichnet die Umstände des Unglücks als unerklärlich und fordert eine schnelle und gründliche Aufklärung

Bei einem Zugunglück nahe dem spanischen Ort Urda in der Region Kastilien-La Mancha sind am Mittwoch mindestens 68 Menschen ums Leben gekommen, wie The Guardian berichtete. Dutzende weitere wurden verletzt. Ein Zug des staatlich betriebenen Betreibers Renfe war auf der Strecke von Madrid nach Sevilla unterwegs, als er auf das Heck eines Zuges des privaten Unternehmens Iryo prallte.

Josimar M., ein 37 Jahre alter Tourist aus Chiclayo im Norden Perus, wachte kurz vor 9 Uhr auf und fand sich in der Luft wieder, geschleudert quer durch seinen Waggon. Er erinnere sich, nach seiner Freundin Vitoria M. gesucht zu haben, die ebenfalls durch die Luft geflogen sei. Beide saßen im siebten Waggon des Renfe-Zuges. Wären sie weiter vorn gesessen, hätten sie nach seiner Schilderung unter den Toten sein können.

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Nach dem Aufprall kletterten die beiden aus dem Zug und halfen den Verletzten, bis Sanitäter und Beamte der Guardia Civil am Unfallort eintrafen. Die Unglücksstelle liegt zwischen Weinbergen und Olivenhainen nahe der Kleinstadt Urda, unweit der Stadt Toledo. Innerhalb weniger Stunden verwandelte sich Urda in ein hektisches Einsatzzentrum. Eine örtliche Sporthalle diente als Sammelstelle für Verletzte, die noch selbst gehen konnten. Auf den Straßen drängten sich Fahrzeuge der Rettungsdienste aus Kastilien-La Mancha und dem benachbarten Madrid.

Fredrich B. und Arabella B., ein Ehepaar von den Philippinen, das heute in Dubai lebt, saß im Iryo-Zug. Fredrich B. wurde durch den Aufprall von seinem Platz geschleudert. Ein Mann habe laut gerufen, man solle sofort aussteigen, weil ein weiterer Zug auffahren könne. Viele Fahrgäste hätten Kopfverletzungen gehabt und seien blutverschmiert gewesen. Das Paar habe sich so weit wie möglich vom Zug entfernt. Später brachten Busse die leicht verletzten Überlebenden nach Urda. Die beiden seien so verstört gewesen, dass sie nicht wussten, wohin man sie genau gebracht hatte. Arabella B. sagte, der Tisch, an dem sie gesessen hatten, sei bei dem Zusammenstoß einfach verschwunden. Sie fühle sich, als lebe sie ein zweites Leben.

Ata Y., ein junger Tourist aus der Türkei, reiste sonst meist mit dem Bus durch Spanien. Diesmal hatte er sich für den Iryo-Zug entschieden. Müde und in der Annahme, der Zug stehe an einem Bahnhof, hatte er sein Tablet ausgeschaltet und sich zum Schlafen die Kapuze übergezogen. Um 8.53 Uhr spürte er den Aufprall des Renfe-Zuges auf die Waggons hinter ihm. Er schlug mit dem Kopf gegen den Sitz vor sich. Eine ältere Frau in seiner Nähe hatte eine Platzwunde an der Augenbraue. Als er aus dem Fenster sah, erkannte er, dass der fünfte Waggon hinter seinem entgleist war. Viele Menschen seien dort getötet oder verletzt worden. Er selbst half anderen beim Verlassen des Zuges. Er habe das Erdbeben von 2023 in der Türkei überlebt und deshalb versucht, ruhig zu bleiben. Erst als er draußen einige Tote sah, habe ihn der Schock getroffen. Niemand habe in diesem Moment geschrien oder in Panik gehandelt, so sein Eindruck.

Ministerpräsident Pedro Sánchez besuchte Urda. Die Überlebenden, die in einer Schlange auf der Straße auf Busse warteten, waren nach Beobachtung des Guardian zu benommen, um zu trauern. Der spanische Verkehrsminister hat die Umstände des Unglücks als unerklärlich bezeichnet. Sie müssten so schnell wie möglich und gründlich aufgeklärt werden.

Das Unglück erinnert an das Zugunglück von Adamuz im Januar, bei dem 46 Menschen starben. Auch dort rückte ein kleiner Ort in den Mittelpunkt einer nationalen Katastrophe. Nach Einschätzung des Guardian könnte die Hilfsbereitschaft in den kommenden Stunden in Wut umschlagen, wenn die Menschen Antworten darauf verlangen, wie zwei tödliche Unfälle auf einem der modernsten Hochgeschwindigkeitsnetze Europas innerhalb von zehn Monaten mindestens 114 Menschen das Leben kosten konnten. Eine vorgezogene Parlamentswahl steht nur noch einen Monat bevor. Viele Wähler könnten ihre Stimme nutzen, um ihren Unmut über ein weiteres Bahnunglück zu äußern.

Eine Frau aus Urda, die am Vormittag Menschen vom Unfallort in den Ort gefahren hatte, fand kaum Worte für das, was sie gesehen und gehört hatte. Sie sagte, es sei besser, so etwas gar nicht zu sehen.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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