Bei den jüngsten Geschäftszahlen zeigen sich die gegensätzlichen Seiten des KI-Booms, wie n-tv berichtet. Microsoft erwirtschaftete einen Free Cash Flow von 18,6 Milliarden Dollar und damit doppelt so viel wie erwartet.
Im nachbörslichen Handel an der Wall Street reagierten die Anleger am Mittwoch deutlich. Die Papiere von Microsoft legten dagegen um 3,5 Prozent zu.
Alle wichtigen Kennzahlen hätten die Erwartungen des Marktes übertroffen. Das Wachstum der Cloud-Sparte Azure habe sich auf 48 Prozent beschleunigt, nach 43 Prozent im Quartal zuvor. Konzernsprecher Jonathan Neilson führte dies vor allem auf Lieferverzögerungen zurück.
Der Analyst Jesse Cohen vom Finanzportal Investing.com nannte die Zahlen des Softwarekonzerns so makellos, wie sie bei einem Unternehmen dieser Größe überhaupt sein könnten.
Marcel Tietjen, Technologie-Experte der Beratungsfirma Bearingpoint, verweist auf eine Verschiebung im Geschäftsmodell. Damit reagiere der Konzern auf den wachsenden Sparzwang bei Firmenkunden, deren KI-Kosten aus dem Ruder laufen.
Operativ rutschte der Konzern in die roten Zahlen und verbuchte einen Verlust von 7,66 Milliarden Dollar. Wegen schwächelnder Werbeeinnahmen enttäuschte außerdem der Konzernumsatz. Eine Trendwende zeichnet sich vorerst nicht ab.
Im kommenden Jahr dürften die Ausgaben jedoch deutlich steigen.
Im darauffolgenden Jahr dürfte er die Schwelle von 30 Milliarden Dollar überschreiten.
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