Die von Donald Trump gegründete Plattform Truth Social hat nach Insiderangaben den Finanzdatendienstleister Bloomberg sowie zwei Wall-Street-Firmen als Kunden gewonnen. Das berichtet die Welt. Die Kunden erhalten einen früheren Zugang zu den Beiträgen des Präsidenten.
Bei den beiden Wall-Street-Firmen handelt es sich nach den Angaben um Susquehanna International Group und Jump Trading, die beide auf Hochfrequenzhandel spezialisiert sind. Über eine Programmierschnittstelle, eine sogenannte API, verschafft der Dienst den Abonnenten einen Zeitvorteil bei Posts, die die Finanzmärkte bewegen könnten.
Kritiker bemängeln, ein solches Angebot sei unethisch. Aus ihrer Sicht verschaffe es Händlern einen Vorteil gegenüber Privatanlegern.
Der Welt zufolge dürfte es das erste Mal sein, dass ein Unternehmen, das mit einem amtierenden Präsidenten verbunden ist, den Zugang zu dessen Äußerungen verkauft. Trump Media wies die Vorwürfe zurück. Das Unternehmen erklärte, Truth Social biete ein in der Branche übliches Schnittstellenprodukt an, das in allen Branchen stark nachgefragt werde. Der Bericht stütze sich auf irreführende Angaben anonymer Informanten, die dem Unternehmen, seinen Kunden und Aktionären schaden sollten.
Der Präsident handle allein im besten Interesse aller US-Bürger, weshalb sie ihn mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt hätten.
Die Nachrichtenagentur Reuters, ein Konkurrent von Bloomberg, teilte mit, man werde den Dienst prüfen. Alleiniger Begünstigter der Stiftung ist Trump. Die Papiere von Trump Media haben im laufenden Jahr mehr als 50 Prozent ihres Werts eingebüßt.
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