Der Rat der Europäischen Zentralbank dürfte am Donnerstag auf eine Zinserhöhung verzichten. Das berichtete die Kleine Zeitung. Der Einlagensatz, der für die Geldpolitik maßgeblich ist, dürfte damit bei 2,50 Prozent verharren. Die US-Notenbank Fed hatte am Mittwoch ebenfalls eine Zinspause eingelegt und trotz der hohen Inflation keine weitere Erhöhung vorgenommen.
Der EZB-Rat hatte die Zinsen in diesem Jahr bereits zweimal angehoben, im Juni und zuletzt im September. Aus Sicht vieler Experten sei nun die Zeit zum Innehalten gekommen. Damit habe sie einen Hinweis auf eine mögliche Pause gegeben.
Sie liegt damit fast doppelt so hoch, wie die EZB anstrebt. Sie verweist darauf, dass aufgrund der Dauer des Energiepreisschocks sogenannte Zweitrundeneffekte entstehen könnten. Dabei schaukeln sich Löhne und Preise gegenseitig hoch und verfestigen die Inflation. Die EZB-Beobachterin fügte hinzu, dass Wachsamkeit seitens der EZB daher geboten bleibe.
Hinzu kommen ungünstigere Finanzierungsbedingungen.
Die Zinsen dürften jedoch schon zum Jahresende wieder steigen, sofern der Inflationsdruck wie von vielen Experten erwartet weiter zunimmt.
Besonders beunruhigt die Währungshüter die Lage in Frankreich, dem Heimatland Lagardes. Dadurch verteuert sich auch die Kreditaufnahme des Staates weiter.
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