Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) nimmt heute im brandenburgischen Luckenwalde ein großes Bevölkerungsschutzzentrum in Betrieb. Wie n-tv berichtet, handelt es sich um den nach eigenen Angaben größten Bevölkerungsschutzstandort Deutschlands.
DRK-Präsident Hermann Gröhe sieht in der Einrichtung die Antwort auf eine zentrale Herausforderung. Gegenüber dem RBB-Inforadio sagte er, mit dem Zentrum könne die Versorgung von bis zu 5000 Menschen gewährleistet werden. Das Konzept sehe vor, dass sich eine mobile Kleinstadt in Containern transportieren und am Einsatzort aufbauen lasse.
Gröhe verwies auf die verheerende Flut im Ahrtal und auf die große Flüchtlingsbewegung des Jahres 2015. In solchen Lagen müsse man plötzlich eine sehr große Zahl von Menschen gut versorgen. Unter den Betroffenen könnten Pflegebedürftige sein oder Menschen, die medizinische Betreuung benötigten.
Darüber hinaus, so Gröhe, müsse auch unter schwierigen Bedingungen eine angemessene Verpflegung sichergestellt sein, einschließlich Trinkwasser.
Nach Gröhes Darstellung wurden Zivilschutz und Bevölkerungsschutz in den vergangenen Jahrzehnten zurückgefahren, weil man im Rahmen der Erwartung handelte, von Freunden umgeben zu sein. In den vergangenen Jahren sei zwar wieder ein Stück aufgebaut worden, allerdings deutlich zu wenig.
Aus dieser Einschätzung heraus habe sich das Rote Kreuz vor drei Jahren zu einer Vorleistung entschlossen.
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