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UN melden starken Anstieg des Mohnanbaus in Afghanistan trotz Taliban-Verbot

Anbau und Opiumproduktion in Afghanistan sind im vergangenen Jahr laut dem UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung stark gestiegen. Die Taliban hatten 2022 ein Anbauverbot verhängt.

UN melden starken Anstieg des Mohnanbaus in Afghanistan trotz Taliban-VerbotSymbolbild
Foto: NickyPe · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Mohnanbau und Opiumproduktion in Afghanistan sind im vergangenen Jahr laut UN stark gestiegen, trotz des Taliban-Verbots von 2022
  • Die Anbaufläche stieg von 10.000 auf über 43.000 Hektar, die Produktion um 400 Prozent, vor allem wegen zunehmender Armut der Bauern
  • Anbau und Produktion liegen noch unter dem Niveau vor dem Verbot, die UN fordern mehr Hilfe für die Bauern

Der Anbau von Mohn und die Produktion von Opium in Afghanistan sind im vergangenen Jahr stark gestiegen. Das teilte das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung mit, wie ABC News International berichtete. Die Behörde spricht von dem ersten deutlichen Anstieg, seit die Taliban im April 2022 ein formelles Drogenverbot verhängt haben.

Die Taliban hatten nach ihrer Machtübernahme im August 2021 angekündigt, den Drogenanbau im Land zu beseitigen. Afghanistan war zu diesem Zeitpunkt der weltweit größte Opiumproduzent und eine wichtige Quelle für Heroin in Europa und Asien. Das Verbot traf Hunderttausende Bauern und Tagelöhner hart, die vom Erlös dieser Pflanze lebten.

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Nach Angaben der Behörde stieg die Anbaufläche um 330 Prozent, die Produktion um 400 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anbaufläche wuchs von 10.000 Hektar auf mehr als 43.000 Hektar im Jahr 2026. Die Bauern verbergen die kleinen Mohnfelder laut Bericht zwischen Getreidefeldern oder in ummauerten Gehöften, um einer Entdeckung zu entgehen. Als Ursache nannte die Behörde die zunehmende Armut, die einige Bauern dazu bewege, Opium heimlich anzubauen.

Die Exekutivdirektorin Monica Juma erklärte laut einer Mitteilung, die vierfache Zunahme zeige, wie schwer es sei, den illegalen Opiumanbau dauerhaft zu verringern, wenn arme Bauern keine Alternativen hätten, ihre Familien zu ernähren. Die Taliban-Behörden und die internationale Gemeinschaft müssten zusammenarbeiten, um Bauerngemeinschaften zu unterstützen, etwa durch Investitionen in Lebensgrundlagen, landwirtschaftliche Infrastruktur und Zugang zu Märkten. Die Behörde fordert die internationale Gemeinschaft deshalb auf, Bauern stärker zu unterstützen.

Die UN betonen, dass Anbau und Produktion weiterhin unter dem Niveau vor dem Verbot von 2022 liegen. Der aktuelle Anstieg sei jedoch der höchste seit Inkrafttreten des Verbots. Ob es sich um eine vorübergehende Entwicklung handelt oder um ein Wiederaufleben des Opiumanbaus, sei noch zu früh zu beurteilen, weshalb eine fortlaufende Beobachtung nötig sei.

Außenminister Amir Khan Muttaqi hatte zuvor den Kampf gegen Drogen als eine der größten Errungenschaften der Taliban-Regierung bezeichnet. Zugleich sagte er, die internationale Gemeinschaft habe eine Rolle zu spielen, um das Drogenproblem unter Kontrolle zu halten. Ein wirksamer Kampf gegen dieses Phänomen sei eine gemeinsame Verantwortung Afghanistans und der internationalen Gemeinschaft. Neben Sicherheitsmaßnahmen gehörten dazu die Unterstützung alternativer Einkommensquellen für Bauern, die Behandlung von Suchtkranken und eine verstärkte regionale und internationale Zusammenarbeit gegen Drogenhandelsnetzwerke.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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