Aussenminister Ignazio Cassis besucht am Donnerstag Nordkorea. Dort soll die Schweiz ihr neues Büro in Pjöngjang offiziell eröffnen, wie die Luzerner Zeitung berichtet.
Das EDA lässt auf Anfrage offen, ob Cassis auch Kim Jong Un treffen wird.
Nordkorea habe sich zugleich der Volksrepublik China und Russland angenähert, auch durch militärische Unterstützung im Ukraine-Krieg.
Der Besuch reiht sich nach Borers Worten in die Geschichte der guten Dienste ein.
Borer hält politische Abwägungen für entscheidend, ob Cassis Kim Jong Un trifft. Er hält es für gut möglich, dass Cassis keine Bilder wolle, die ihn beim Händeschütteln mit dem nordkoreanischen Diktator zeigen. In der Schweiz oder in einem befreundeten demokratischen Staat käme das schlecht an. Kim führe eines der repressivsten Regimes weltweit. Bürger dürften das Land nicht verlassen oder ihre Meinung frei äussern, politische Gegner würden verfolgt, inhaftiert und gefoltert.
Zuständige im EDA verhandeln mit den Behörden des besuchten Landes und legen die Traktanden fest, so Borer, das sei auch im Fall Nordkorea so. Der Umgangston werde wohl zwischen professionell und freundlich liegen. Kleinere Geschenke seien bei Staatsbesuchen üblich. Eine Luxusuhr wie eine Rolex-Golduhr werde es bei Nordkorea nicht sein, etwas Kleines aber schon, sagt Borer. Borer ist überzeugt, dass Cassis die schlechte humanitäre Lage ansprechen werde, auch wenn das an der anschliessenden Pressekonferenz kein Thema sein werde.
Der diplomatische Stellenwert des Büros ist geringer als der einer Botschaft oder eines Konsulats.
Die Kosten für das Büro seien vergleichsweise tief, dennoch frage sich Pfister, ob die Steuergelder angesichts ausbleibender politischer Fortschritte sinnvoll eingesetzt seien. Das EDA müsse sorgfältig mit Steuergeldern umgehen.
Nordkorea feuert laut Angaben aus Südkorea und Japan erneut Raketen ab.
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