Die frühere Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang hat der Union im Ringen um die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier im Amt des Bundespräsidenten Führungsschwäche vorgeworfen. Wie n-tv berichtet, äußerte sie sich dazu im Live-Podcast „ntv Salon“.
Schon ein solcher Vorgang wäre nach Langs Worten bei einer Staatssekretärin im Kanzleramt peinlich. Beim höchsten Staatsamt halte sie ihn für unwürdig. Mit Blick auf Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz sprach Lang von einem Autoritätsverlust und davon, dass ihm die Fähigkeit fehle, einen Prozess zu steuern.
Man lege vorab fest, dass eine Frau das Amt übernehmen müsse, ohne zu klären, welche Anforderungen das Amt überhaupt stelle. Dabei gebe es große Unzufriedenheit mit Steinmeier, dem vorgehalten werde, zu wenig Orientierung zu geben.
Seit Monaten kümmere sich, so Lang, niemand um das Verfahren, und niemand trage dafür Verantwortung. Ihrer Einschätzung nach herrsche inzwischen völliges Durcheinander.
Er verwies darauf, dass man dazu nichts sage, und meinte, etwas Spannung müsse bleiben.
Zur Wahl eines neuen Staatsoberhaupts ist die Bundesversammlung am 30. Januar 2027 zusammengerufen. Im Umfeld des Kanzlers heißt es, Merz habe sich bislang weder für jemanden entschieden noch einen Namen vorgelegt. November in einer Präsidiumssitzung klären.
Die Schwesterpartei CDU legt sich bei Aigner bislang nicht fest. Die CSU macht mit ihrer Wunschkandidatin Druck auf Merz. Zuletzt kam aus der CDU zusätzlich der Name der hessischen Fraktionschefin Ines Claus ins Spiel.
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