InstaNews Die Zeitung
Politik

Parmelin reist nach Peking – Forscherin warnt vor China-Abhängigkeit

Bundespräsident Guy Parmelin trifft heute in Peking Staatschef Xi Jinping, im Zentrum steht ein aktualisiertes Freihandelsabkommen. Die China-Expertin Simona Grano warnt, die Schweiz sei auf die Risiken und Abhängigkeiten der Annäherung nicht ausreichend vorbereitet.

Parmelin reist nach Peking – Forscherin warnt vor China-AbhängigkeitSymbolbild
Foto: Wolfgang Weiser · Pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Bundespräsident Guy Parmelin trifft heute in Peking Xi Jinping, um ein aktualisiertes Freihandelsabkommen mit China zu unterzeichnen
  • Laut Simona Grano ist China heute eine Grossmacht, die mit den USA konkurriert und Wirtschaftsmittel für strategische Ziele einsetzt
  • Die Schweiz ist bei Seltenen Erden ausschliesslich von China abhängig und darauf nicht ausreichend vorbereitet

Bundespräsident Guy Parmelin trifft heute in Peking Staatschef Xi Jinping, wie SRF News berichtet. Im Mittelpunkt des Besuchs soll die Unterzeichnung eines aktualisierten Freihandelsabkommens zwischen der Schweiz und China stehen. Das bisherige Abkommen gilt seit 2013. Damals gehörte die Schweiz zu den ersten Staaten, die auf diesem Weg Zugang zum grossen chinesischen Markt erhielten.

Simona Grano, Sinologin und Privatdozentin an der Universität Zürich, beschreibt den Wandel seit 2013. Damals sei China vor allem als wachsender Markt betrachtet worden, der zunehmend in die Weltwirtschaft eingebunden werde. Heute sei das Land eine Grossmacht, die direkt mit den USA konkurriere. Peking setze wirtschaftliche Mittel immer häufiger ein, um strategische Ziele zu verfolgen. Deshalb werde China auch als Bedrohung wahrgenommen.

Bayern und Baden-Württemberg konkretisieren Extremismusklausel
Auch interessantBayern und Baden-Württemberg konkretisieren Extremismusklausel

Grano verweist auf die Pandemie und den Krieg in der Ukraine. Grano halte es für legitim zu fragen, ob die wirtschaftliche Annäherung von einer ebenso konkreten Strategie begleitet werde, die geopolitische Risiken und daraus folgende Anfälligkeiten bewältige.

Nach Granos Einschätzung sendet die Schweiz mit dem Schritt eine Botschaft der Unabhängigkeit an andere Länder: Sie gehe ihren eigenen Weg und vertiefe sogar die wirtschaftlichen Beziehungen zu China. Daraus erwachse jedoch die Verantwortung, zu beweisen, dass man die geopolitischen Risiken bewältigen könne. Man könne die wirtschaftlichen Beziehungen nicht stärken, ohne in Fragen der nationalen Sicherheit angemessen vorbereitet zu sein.

Grano plädiert dafür, eine Strategie zu entwickeln, die bei Risiken und Abhängigkeiten hilft, etwa bei den Seltenen Erden. In bestimmten Bereichen sei die Schweiz ausschliesslich von China abhängig. Sollte es dort zu einem Problem kommen, könne sich das Land nicht so leicht daraus befreien. Nach ihrer Einschätzung sei die Schweiz darauf nicht ausreichend vorbereitet, ebenso wenig wie andere Länder; die Schweiz sei nicht die Einzige.

Auf die Frage, ob die rein wirtschaftliche Sicht erweitert und eine umfassendere, politische Perspektive eingenommen werden sollte, antwortete Grano mit Ja. Sie denke, dass dies künftig der Fall sein werde.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

Teilen:XWhatsAppFacebookTelegramLinkedInE-Mail

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Sei der Erste.
Bitte bleib sachlich und respektvoll. Keine Hassrede, Beleidigungen, Werbung oder rechtswidrigen Inhalte. Verstossende Kommentare werden entfernt.

Mit dem Absenden akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.