Ein Wirtschaftswachstum von 0,2 Prozent galt in der bundesdeutschen Geschichte als Anlass zum resignierten Kopfschütteln. Heute gilt ein solches Ergebnis als Erfolg. Das Statistische Bundesamt hat das Wachstum für das dritte Quartal veröffentlicht, wie die Süddeutsche Zeitung berichtete. Die deutsche Wirtschaft war zuvor von 2023 bis 2025 wegen hoher Inflation, insbesondere teurer Energie, und einer anhaltenden Exportschwäche der Industrie kaum gewachsen oder sogar geschrumpft. Nun stellt sich die Frage, ob der Aufschwung kommt oder ob es bei einem Aufschwüngchen bleibt.
Er rechne damit, dass die Wirtschaft moderat weiter wächst. Dirk Schumacher, Chefvolkswirt der Staatsbank KfW, bezeichnete dagegen den Rückgang der Investitionen als problematisch.
Auf dem Arbeitsmarkt sank die Zahl der Arbeitslosen im Oktober auf 2,955 Millionen.
Der Internationale Währungsfonds hob seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf seiner jüngsten Jahrestagung von 0,7 auf 1,3 Prozent an.
In der Euro-Zone wuchs die Wirtschaft im dritten Quartal um 0,4 Prozent zum Vorquartal. Das teilte das Statistikamt Eurostat mit, und das Wachstum fiel überraschend stark aus. Die USA bleiben nach dieser Prognose die Wachstumslokomotive unter den großen Industrieländern, mit jeweils 2,3 Prozent in den Jahren 2026 und 2027.
Die Bundesbank erwartet für 2026 nun eine Inflationsrate von 2,9 Prozent.
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