Online-Bestellungen aus Drittstaaten werden erneut teurer, berichtete die Kleine Zeitung. Betroffen sind Waren, die aus Ländern wie China, den USA oder Großbritannien kommen. Seit Juli erhebt die EU einen Pauschalzoll von drei Euro je Warenkategorie, seit Oktober kommt in Österreich die Paketsteuer von 2,40 Euro dazu.
Mit den Gebühren sollen die gestiegenen Kosten für Zollkontrollen gedeckt werden.
Die Zeitung verweist zudem auf die Dimension des Versands.
Im Forum der Kleinen Zeitung wird die neue Regelung lebhaft diskutiert.
Deutlich weniger Verständnis zeigt „Reipsi“. Er schreibt, zuerst kassiere das eigene Land, nun komme auch noch die EU dazu, und alles werde als positiv für die Bevölkerung verkauft. Einige Kommentierende stimmen dieser Sicht zu. „Bettiwolf“ ist überzeugt, dass am Ende wieder die Endverbraucher zahlen müssen, und spricht von einer zusätzlichen Steuer, die über die Hintertür eingeführt werde.
„Bateman“ sieht in der Maßnahme eine Einschränkung des freien Welthandels. Er hält es für gut, wenn die Wählerinnen und Wähler in Österreich bei der nächsten Nationalratswahl jene Parteien abstrafen, die für die Paketsteuer verantwortlich sind.
Anders argumentiert „maexxg“, der ein völlig freies Handelskonzept für ein Märchen hält. Die Paketsteuer bezeichnet er als patriotisch und in der Höhe angemessen. Er zahle sie gerne, kaufe aber lieber regional ein. Setze China seine Handelsmacht und die Einnahmen aus dem Europageschäft ein, um den Markt zu verzerren, seien Europa und Österreich verpflichtet, dagegenzuhalten.
„Moveit“ verlangt faire Rahmenbedingungen für die freie Marktwirtschaft. Händler in Europa müssten Sicherheits- und Qualitätsstandards einhalten, während teils gefährliche Produkte aus Asien direkt an Kunden verkauft würden. Moveit wirft zwei Fragen auf: Wer zahle, wenn wegen eines minderwertigen Akkus etwas in Flammen aufgehe, und wer die Entsorgung bezahle. Die EU-Zölle verteidigt Moveit, die nationale Paketsteuer empfindet der Kommentator dennoch als Unsinn.
„OberisserH“ kann diese Haltung nicht nachvollziehen. Beide Abgaben seien als Lenkungsinstrument sinnvoll, um Kleinstsendungen einzuschränken. Er überlege sich bereits, Bestellungen zurückzuhalten, bis mehrere Produkte zusammenkommen, und habe damit schon begonnen.
Kommentare (0)