Das Land Salzburg verschärft seinen Jugendschutz und will als erstes Bundesland ein Verbot von Lachgas für Minderjährige durchsetzen, wie die Salzburger Nachrichten berichten. Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek (FPÖ), die zugleich Jugendreferentin ist, kündigte den Schritt am Samstag an.
Svazek begründete den Vorstoß damit, dass das Land nach wiederholten Appellen an den Bund, die ohne Erfolg blieben, nun selbst handle, um Kinder und Jugendliche zu schützen. Betroffen seien mehrere Schutzbestimmungen im Salzburger Jugendgesetz. Handlungsbedarf sehe sie vor allem darin, dass Jugendliche Lachgas zunehmend als Partydroge konsumieren.
Angeboten werde das Gas unter anderem in Automatenshops, in Kartuschen, die jenen zum Aufschlagen von Schlagsahne ähneln. Meist werde es in grellbunten Kartuschen zusammen mit passenden Luftballons verkauft. Solche Produkte für Jugendliche frei zugänglich zu machen, sei schlicht unverantwortlich, betonte Svazek.
Salzburg wolle dagegen Händler ins Visier nehmen, die junge Salzburgerinnen und Salzburger zu problematischem Konsumverhalten verführen. Zudem sei eine erweiterte Verordnungsermächtigung vorgesehen, damit bei neuen gefährlichen Produkten künftig schneller mit Verkaufsbeschränkungen reagiert werden könne.
In anderen Bundesländern gebe es diese Möglichkeit bereits, in Salzburg habe sie bislang völlig gefehlt. Svazek betonte, die Testkäufe sollten schwarze Schafe treffen, nicht aber ehrliche Kaufleute.
Wo es rechtlich möglich sei, werde außerdem der Entzug der Gewerbeberechtigung geprüft.
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