In seiner Sendung „Weltwoche Daily“ hat der Verleger und frühere Zürcher Nationalrat seinen Parteikollegen als in einem zentralen Punkt absolut unqualifiziert bezeichnet.
Gallati sei nach Köppels Darstellung ein Gegner der schweizerischen Neutralität. Wer an ihr rüttle, rüttle an der Schweiz selbst, fügte Köppel hinzu. Köppel nennt ihn deshalb einen Neutralitätsverächter und wirft ihm vor, mit seinen Äußerungen zum Ukrainekrieg bei den Linken politisches Kapital sammeln zu wollen.
Als Regierungsrat hätte sich Gallati dazu aus Köppels Sicht gar nicht äußern sollen. Sollte Gallati auf das Ticket gelangen, würden ihn nach Köppels Worten vor allem linke Parteien wählen. Diese hätten dann jemanden in ihren Reihen, der ihnen bei der Abschaffung der Neutralität helfe.
Während der Coronakrise stützte Gallati den Kurs von SP-Bundesrat Alain Berset.
Gallati selbst schweigt. Ein Sprecher seines Departements teilte gegenüber der Aargauer Zeitung mit, Gallati äußere sich nicht zu Köppels Aussagen.
Bis zum Ablauf der Eingabefrist am 23. Oktober hatten acht Personen ihre Ambitionen angemeldet. Die Findungskommission hört die Kandidaten bis zum 13. November an. Die Fraktion soll am 20. November über das Ticket befinden, die Wahl ist für den 9. Dezember angesetzt.
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