Die Grünen-Präsidentin Lisa Mazzone hat sich in der Samstagsrundschau des SRF deutlich von Céline Amaudruz abgegrenzt. Die Genfer SVP-Nationalrätin ist die einzige Frau unter den SVP-Kandidierenden für die Nachfolge von Guy Parmelin. Mazzone wünsche sich zwar eine weitere Frau im Bundesrat und betone den Anspruch der Romandie auf den frei werdenden Sitz. Dennoch gehe sie auf Distanz zu Amaudruz, die bis Ende September bei der Privatbank Reyl angestellt gewesen sei.
Die Nähe der SVP-Politikerin zu dieser Bank und ihr starkes Lobbying für ein Institut, das lange Geschäfte mit Russland gemacht habe, seien für sie ein sehr großes Problem, sagte Mazzone. Kurz darauf habe Amaudruz im Bundeshaus mehrere Vorstöße eingereicht, mit denen sie Kritik an der Finma übe.
Diesmal werde die Fraktion die Kandidierenden anhören, kündigte Mazzone an. Sie bezweifle allerdings, dass die Grünen jemanden zur Wahl empfehlen werden. Wenn sie sich die Auswahl anschaue, habe sie Mühe, sich das vorzustellen. Neben Amaudruz kritisiere sie auch das übrige Kandidatenfeld. Darunter gebe es mehr Oberwalliser als Frauen, dazu Männer, die fast schon im Pensionsalter stünden.
Mazzone sagte, sie selbst habe das während ihrer Zeit im Parlament nie getan.
Antreten wollen sie hingegen bei der Gesamterneuerungswahl im kommenden Jahr. Mazzone meinte, ein Viertel aller Wählerstimmen sei im Bundesrat nicht vertreten. Das sei auch thematisch hochproblematisch, denn in diesem Sommer habe der Bundesrat die Menschen während der Hitze alleingelassen.
Solche Spekulationen dienten nur dazu, einen Streit innerhalb der Linken zu bewirtschaften.
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