Die Salzburger Nachrichten berichteten, dass sich in Frankreichs Großstädten am landesweiten Protesttag Menschen zu großen Demonstrationszügen zusammengefunden haben. Die Behörden rechnen mit mehreren Hunderttausend Teilnehmenden, wie schon bei früheren Kundgebungen. Die Befürchtung von Ausschreitungen ist groß.
Laut dem französischen Innenministerium seien bis 14.00 Uhr landesweit 27 Menschen festgenommen worden.
Mit dem Protest wollten sie ihrem Ärger unter anderem über hohe Lebenshaltungskosten und marode Schulen Ausdruck verleihen.
Das Innenministerium teilte mit, die Lage sei derzeit im gesamten Staatsgebiet insgesamt ruhig, ohne nennenswerte Zwischenfälle. An den Kundgebungen am Vormittag sollen 15.000 Menschen teilgenommen haben. Dem Sender BFMTV zufolge habe es am Nachmittag in Lyon erste Einsätze von Tränengas gegeben.
Er verwies auf äußerst beunruhigende Aufrufe zu Plünderungen und Krawallen. Dennoch fanden sich laut Fernsehbildern dort viele Menschen auf den Straßen ein.
Die Organisatoren in Paris hatten sich im Eilverfahren vor Gericht gegen die Einschränkung gewehrt und zunächst Erfolg gehabt. Den Beschluss hob der Staatsrat in der Nacht jedoch wieder auf. Die Polizeipräfektur schrieb auf X, die Gerichtsbarkeit bestätige die Notwendigkeit der alternativen Route.
Unef erklärte auf X, man werde an diesem Tag auf der Straße sein und die eigenen Forderungen durchsetzen, unabhängig davon, wo man sich befinde.
Bei den Versammlungen am vergangenen Wochenende hatte das große Aufgebot Randale und Schäden verhindert, wie sie am Wochenende vom 17. Oktober aufgetreten waren. Dabei seien 1.435 Menschen festgenommen worden.
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