Mit einer Kundgebung vor dem Werk des Automobilzulieferers KSM Castings in Hildesheim hat die IG Metall die Warnstreikphase in der Metall- und Elektroindustrie eröffnet, wie die WELT berichtet. An der Veranstaltung nahmen rund 300 Beschäftigte teil. In der Nacht zum Sonntag lief die Friedenspflicht um Mitternacht aus, danach fiel vor dem Werk das Startsignal für Arbeitsniederlegungen.
Die Gewerkschaft hat für die kommende Woche massive Warnstreiks angekündigt. Der IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger erklärte, die Arbeitgeber hätten am Verhandlungstisch versucht, die Belegschaften mit winzigen Zuwächsen abzufertigen. Von diesem Tag an würden die Beschäftigten selbst das Wort ergreifen, und zwar so laut, dass es in den Chefetagen nicht überhört werden könne.
Außerdem soll es eine soziale Komponente für niedrigere Entgeltgruppen geben. Zudem fordert die Gewerkschaft eine Gewinnbeteiligung für Beschäftigte in wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen.
Die Arbeitgeber haben dagegen ein Paket vorgelegt. Ab Juli 2028 sollen die Entgelte dauerhaft um 1,3 Prozent steigen.
IG-Metall-Vorstandsmitglied André Arenz hält dieses Angebot für ein Minusgeschäft, das den Beschäftigten Reallohnverluste bringe. Lohnverzicht helfe weder den Beschäftigten noch den Standorten, und der Konjunktur erst recht nicht, sagte Arenz.
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