Die Freude fällt allerdings gedämpft aus.
Deutschland werde, wie schon in der Vergangenheit, engen Kontakt zu den Demokraten suchen, betonte er. Das verstehe sich von selbst.
Zugleich stellte Pistorius klar, dass Deutschland mit der US-Regierung vertrauensvoll zusammenarbeiten werde, obwohl sich an ihr nichts ändere und sie noch zwei Jahre im Amt sei. Was von Washington nun zu erwarten sei, lasse sich noch nicht sagen. Dies wisse man derzeit nicht.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sprach auf X von einem Morgen der Zuversicht. Ihr Parteikollege Norbert Röttgen, Außenpolitiker und Unionsfraktionsvize im Bundestag, sieht nach der Niederlage der Republikaner Anzeichen dafür, dass Präsident Donald Trump offener werden könnte. Gegenüber dem Deutschlandfunk sagte Röttgen, es sei etwas ins Rutschen geraten, was Trump nach seiner Einschätzung nicht vollständig ignorieren könne und auch nicht werde.
Die Koalition, die Trump ins Amt gebracht habe, habe ihn verloren, und zwar nicht nur bei Hispanics und Schwarzen, sondern vor allem bei weißen Wählern ohne akademischen Abschluss, so Röttgen. Ein Ende des Trumpismus sei das allerdings nicht. Als Stimmung und Haltung sei er weiterhin stark vertreten und habe tiefe Wurzeln in der US-Gesellschaft.
Mit Blick auf die Außenpolitik der USA und den russischen Angriffskrieg in der Ukraine sehe Röttgen für Europa eine Einwirkungsmöglichkeit. Dafür müsse man die Beziehungen zum US-Kongress intensivieren. Das Kerninteresse bestehe darin, dass der Krieg scheitere und der Aggressor als solcher benannt werde. Dieser Standpunkt gewinne nun wieder stärkere Beachtung.
Zudem wolle er sich aus der Ukraine mehr und mehr zurückziehen. Daraus ergebe sich eine eigene Verantwortung Europas, egal wie der Krieg final ausgehe.
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