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Tech-Aktien ziehen US-Börsen nach der Zwischenwahl deutlich nach unten

Nach der Zwischenwahl in den USA verlieren Chip-, Rechenzentrums- und KI-Werte stark. Der Nasdaq fällt zur Mittagszeit um 4,8 Prozent, Investoren bewerten die Folgen für die KI-Branche neu.

Tech-Aktien ziehen US-Börsen nach der Zwischenwahl deutlich nach untenSymbolbild
Foto: Pexels · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Nasdaq verlor am Donnerstag im Mittagshandel 4,8 Prozent, der S&P 500 3,6 Prozent und der Dow Jones 2,8 Prozent
  • Ausverkauf traf vor allem KI-Werte: Nvidia fiel 8,2 Prozent, Micron knapp 14 Prozent und CoreWeave mehr als 12 Prozent
  • Die Bank UBS sieht mögliche Baustopps als Gefahr für rund 30 Prozent der geplanten US-Rechenzentrumskapazitäten im Jahr 2028

Die US-Börsen sind am Donnerstag (5. November) im Mittagshandel deutlich gefallen, wie Al Jazeera berichtete. Besonders stark unter Druck gerieten Aktien von Chipherstellern und Unternehmen mit Bezug zu Rechenzentren. Der technologielastige Nasdaq verlor 4,8 Prozent, der S&P 500 gab 3,6 Prozent nach und der Dow Jones Industrial Average 2,8 Prozent.

Am Mittwoch hatten die Märkte nach der Zwischenwahl noch deutlich zugelegt. Die Siege der Demokraten signalisierten, dass ein Kongress, der mit dem Weißen Haus uneins ist, politischen Schocks Grenzen setzen dürfte. Zusätzlich beruhigte US-Präsident Donald Trump die Anleger mit der Aussage, dass er die Wahlergebnisse anerkennen werde.

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Der Ausverkauf traf vor allem Werte der künstlichen Intelligenz, die einen großen Teil des Marktwachstums getragen hatten. Bei den Zwischenwahlen wurden in mehreren Bundesstaaten Volksabstimmungen über Rechenzentren abgehalten. Von 45 Initiativen sprachen sich die Wählerinnen und Wähler in den meisten Fällen für Einschränkungen aus. Laut der Seite Data Centers on the Ballot waren 39 Beschränkungen für KI erfolgreich, nur in North Dakota fiel die Abstimmung dagegen aus.

Die Bank UBS schätzt laut der Nachrichtenagentur Reuters, dass mögliche Baustopps rund 30 Prozent der geplanten Kapazitätserweiterungen für Rechenzentren in den USA im Jahr 2028 gefährden könnten.

Michael Monaghan, Portfoliomanager des Founders 100 ETF, sagte dem Sender Al Jazeera, die Märkte hätten am Vortag auf Gewissheit gesetzt, weil das Wahlergebnis eine Unsicherheit beseitigt habe. Am Donnerstag prüften Portfoliomanager und Analysten nun die Folgen und passten ihre Erwartungen an möglichen politischen Widerstand gegen KI-Infrastruktur an, besonders auf Ebene der Bundesstaaten und Kommunen. Diese Sorge spiegle sich im Ausverkauf bei Halbleitern und Hyperscalern wider.

Auch Betreiber von Rechenzentren und sogenannte Neocloud-Unternehmen gaben nach. CoreWeave verlor mehr als 12 Prozent, Nebius Group fast 17 Prozent. Der Marktführer im Bereich KI, Nvidia, fiel um 8,2 Prozent, Micron um knapp 14 Prozent und Intel um 6,8 Prozent. Der KI-Serverhersteller Dell verlor fast 13 Prozent.

Auch andere Konzerne lagen im Minus. Amazon verlor 2 Prozent, Meta, die Muttergesellschaft von Facebook und Instagram, 3,8 Prozent. Die Aktien von SpaceX fielen um 9,5 Prozent, Tesla um mehr als 11 Prozent. Beide Unternehmen gehören dem Milliardär Elon Musk, der im Wahlkampf für die Zwischenwahl viel Geld ausgegeben hatte, fast eine halbe Milliarde Dollar.

Er gab 230 Millionen Dollar aus, um den US-Senatskandidaten James Talarico zu bekämpfen, fünf Millionen Dollar unterstützte er den Gegner von Gina Hinojosa im Rennen um das Gouverneursamt. Weitere 500.000 Dollar flossen in das Rennen um das Amt des Vizegouverneurs, das die Demokratin Vikki Goodwin gewann.

Diese stehe nun aber vor einem deutlich schwierigeren regulatorischen Weg, um den Deal im Jahr 2027 abzuschließen, angesichts der neuen politischen Mehrheiten in Washington und Texas.

Der Goldpreis erreichte ein Zwei-Wochen-Hoch, der Spotpreis stieg um etwas mehr als ein Prozent auf 4.115 Dollar je Unze. Gold gilt in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit üblicherweise als sichere Anlage.

Auch der europäische Leitindex geriet durch Technologiewerte unter Druck. Anleger bewerteten die Aussichten der Branche nach dem Sieg der Demokraten bei den Zwischenwahlen neu, berichtete Reuters. Ipek Ozkardeskaya, Senior Analystin bei der Swissquote Bank, sprach von einer Umschichtung von Technologie- in Nicht-Technologiewerte sowie von den USA in andere Märkte.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

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