Erst danach solle es darum gehen, wie sich die Partei neu aufstellt. Aiwanger war am Mittwoch überraschend in Berlin gestorben. Er war stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister im Freistaat.
Fraktionschef Florian Streibl sagte dem BR, die Partei befinde sich in einer Art Schockzustand. Die Gremien müssten zunächst Trauerarbeit leisten. Bei vielen sei der Tod noch nicht richtig angekommen. Auch Streibl selbst könne ihn bisher nicht fassen. Streibl sagte, die Freien Wähler würden Wege finden, auch künftig sachorientierte Politik zu machen. Die Partei bildet im Freistaat mit der CSU die Regierungskoalition.
Die Amtsgeschäfte im Wirtschaftsministerium hat der Staatssekretär Tobias Gotthardt (Freie Wähler) bis auf Weiteres übernommen. Zunächst müsse den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern jedoch Raum für ihre Trauer gegeben werden.
Gotthardt sagte, es solle eine bruchlose Übergabe geben. Die Arbeit werde fortgesetzt, und er glaube, Aiwanger hätte genau das von ihnen erwartet. Am Feedback der Mitarbeiter merke er, dass nicht nur der Chef fehle, sondern ein großer Mensch. Gotthardt sei dabei sichtlich erschüttert gewesen und habe mit den Tränen gekämpft. Amtschefin Sabine Jarothe sagte, es sei eine Riesenlücke, die man noch nicht fassen könne.
Söder und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) wollten sich dort am Nachmittag eintragen. Bis einschließlich Montag können sich auch Bürgerinnen und Bürger in das Buch eintragen.
InstaNews hatte zuvor über vorläufige Obduktionsergebnisse berichtet, die auf einen natürlichen Tod ohne Fremdverschulden hindeuten.
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