In Frankfurt am Main haben am Samstag Tausende Menschen gegen Menschenrechtsverletzungen im Iran demonstriert, wie die Welt berichtete. Polizeisprecher Patrick Rüter sagte dem Evangelischen Pressedienst, bis zum Mittag hätten sich rund 3500 Demonstrierende in der Nähe des Frankfurter Römerbergs versammelt.
Zwischenfälle habe es bislang nicht gegeben. Insgesamt seien dafür bis zu 30.000 Teilnehmende angemeldet.
Auslöser der Kundgebungen ist die Verleihung des Freiheitspreises für das iranische Volk durch die FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung. Sie fand am Samstag in der Frankfurter Paulskirche statt. Den Preis nahm stellvertretend Reza Pahlavi entgegen, der Sohn des Schahs Mohammed Reza Pahlavi. Dieser war 1979 durch die islamistische Revolution gestürzt worden.
Die Stiftung habe Pahlavi gebeten, die Auszeichnung treuhänderisch entgegenzunehmen. Er sei die bekannteste Persönlichkeit der iranischen Opposition und setze sich für eine Rückkehr zu Freiheit und Demokratie im Iran ein, hieß es.
Zuletzt wurden der frühere Bundespräsident Joachim Gauck, der 2018 ausgezeichnet wurde, und die Verlegerin Friede Springer geehrt, die 2020 den Preis erhielt. 2024 wurde der russische Journalist und Oppositionelle Vladimir Kara-Murza ausgezeichnet.
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