Die Republik Österreich strebt an, ein internationales Zentrum für Künstliche Intelligenz unter dem Schirm der Vereinten Nationen in Wien anzusiedeln, wie die Salzburger Nachrichten berichten. Die Idee stammt von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP).
Nach Darstellung Stockers könnte ein solches Zentrum eine wichtige Rolle dabei spielen, Menschen die Angst vor Künstlicher Intelligenz zu nehmen und ihnen Sicherheit zu geben. Als Amtssitz der Vereinten Nationen sei Wien dafür der ideale Standort, so der Kanzler. In einer Aussendung ließ er mitteilen, man wolle einen Ort schaffen, an dem Menschen aus aller Welt gemeinsam ausloten, welches Potenzial in KI steckt, welche Risiken sie birgt und wie sie die Zukunft mitgestalten können.
Auch Pröll betonte, kein einzelner Staat könne die Herausforderungen des Fortschritts bei KI allein bewältigen. Die Weichen für die globale Steuerung von Künstlicher Intelligenz würden jetzt gestellt, Österreich wolle diesen Prozess aktiv mitgestalten, erklärte der Staatssekretär.
Für den 19. November plant Pröll zudem eine „KI-Rede“ in der Nationalbibliothek. Sie trägt den Titel „Kipppunkt“.
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hob hervor, dass Künstliche Intelligenz das Zusammenleben ebenso wie die Sicherheitspolitik grundlegend verändern werde. Gleichzeitig, so Meinl-Reisinger, dürfe nicht zugelassen werden, dass KI zu einem Werkzeug automatisierter Kriegsführung wird. Über Leben und Tod müssten Menschen und nicht Maschinen entscheiden.
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