Als mögliche Nachfolgerin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird die CDU-Politikerin Ines Claus gehandelt, wie die tagesschau berichtet. Für einige in der CDU kommt diese Nennung überraschend.
Andere sehen darin eher den Versuch, Ilse Aigner oder andere mögliche Kandidatinnen auszuschließen.
Bisher gibt es nur einen konkreten Vorschlag: Die CSU hat die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner für das Bundespräsidentenamt ins Spiel gebracht. Ministerpräsident Markus Söder hat sich auf dem CSU-Parteitag am vergangenen Wochenende noch einmal für sie starkgemacht. Auch in der SPD haben einige bereits Zustimmung für eine mögliche Kandidatur signalisiert.
Zuletzt haben sich in der CDU jedoch Stimmen gemehrt, die eine Kandidatin aus den eigenen Reihen fordern. Kramp-Karrenbauer und Prien sollen allerdings wenig Rückhalt in der CDU genießen. Bei Klöckner könnte dagegen der Koalitionspartner SPD auf Widerstand stoßen.
Claus sagte der ARD, die CDU führe derzeit eine Profildebatte und habe dabei viele wichtige Aspekte identifiziert. Die Nennung als mögliche Kandidatin sei für sie eine große Ehre.
Er befindet sich derzeit auf Asienreise. Die Bundesversammlung soll das neue Staatsoberhaupt am 30. Januar 2027 wählen, und die Zeit drängt.
Nach der Nennung Claus' kam erste Kritik. Grünen-Spitzenpolitiker Omid Nouripour zeigte sich irritiert. Am Rande von Steinmeiers Staatsbesuch in China sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio, in diesen Zeiten brauche es eine Person, die das Land zusammenhalte und von allen getragen werde. Heil glaubt nach eigenen Worten, dass Aigner parteiübergreifend Unterstützung finden könnte. Dies sagte er gegenüber dem ARD-Hauptstadtstudio.
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