Wie die Welt unter Berufung auf den Berliner „Tagesspiegel“ berichtet, soll eine unabhängige Expertenkommission dafür Szenarien entwickeln. Die Auftaktveranstaltung des Gremiums, das den Namen „Robuster Fahrplan“ trägt, ist laut dem Bericht für den 3. November angesetzt.
Enak Ferlemann, früherer Bahnbeauftragter der Bundesregierung, wird dem Gremium angehören. Gegenüber dem „Tagesspiegel“ sagte er, der Konzern wolle den Menschen reinen Wein einschenken: Auf den Gleisen seien derzeit deutlich zu viele Züge unterwegs. Ferlemann sitzt außerdem im Aufsichtsrat der DB InfraGO, der für das Schienennetz zuständigen Bahntochter.
Ermittelt werden solle, wie viele Züge auf diesem Bahnnetz zuverlässig verkehren können. Danach wolle die Kommission Vorschläge machen, wie sich mit weniger Zugverkehr die Pünktlichkeit steigern lasse. Als Beispiel nannte er die Strecke zwischen Berlin und Hamburg: Dort könnte künftig nur noch einmal pro Stunde ein Fernzug verkehren, statt wie bisher alle 30 Minuten, dafür aber zuverlässig.
Ferlemann betonte, die hohe Verlässlichkeit sei eigentlich einer der großen Vorteile der Bahn. Weil das Netz jedoch mit Überlast gefahren werde, sei dieser Vorteil verloren gegangen. Den Fahrgästen wäre nach seiner Einschätzung eine geringere Zahl an Zügen lieber, sofern diese dann pünktlich ankämen.
In einer Nachricht an die Mitglieder des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages untermauert der Konzern die Überlastung mit Zahlen.
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