Die Netzkosten für Strom in Kärnten sollen ab dem kommenden Jahr um 9,6 Prozent steigen, berichtete die Kleine Zeitung. Am Freitag folgte darauf eine Welle kritischer Reaktionen aus Arbeiterkammer, Industrie und Wirtschaftskammer.
AK-Präsident Günther Goach bezeichnet die Steigerung als inakzeptabel. Die Sozialdemokraten nennen den Kärnten-Aufschlag bei den Netzgebühren in sozialen Medien ungerecht und unsolidarisch.
Die Industriellenvereinigung Kärnten reagiert mit völligem Unverständnis auf die angekündigte Erhöhung der Kärntner Netztarife. IV-Kärnten-Präsident Timo Springer spricht von einer zusätzlichen, nicht akzeptablen Belastung für die Industrie.
Warum ausgerechnet Kärnten mit so hohen Steigerungen konfrontiert sei, könne die IV nicht nachvollziehen. Springer fordert keine weiteren Analysen und Problembeschreibungen, sondern Lösungen. Alle Verantwortlichen sollten sich an einen Tisch setzen, um eine standortverträgliche österreichweite Lösung mit abgestimmter Netzplanung und vereinheitlichten Tarifen zu erreichen.
Er spricht von einem regelrechten Standortskandal.
Mandl will ebenfalls einen österreichweit einheitlichen Stromnetztarif statt des Fleckerlteppichs. Auch die Kärnten Netz der Kelag (KNG) müsse in die Pflicht genommen werden. Die Netzentgelte legt zwar die E-Control fest, doch der Netzbetreiber müsse alle Möglichkeiten zur Kostensenkung ausschöpfen. Das sei zu wenig, er erwarte konkrete Maßnahmen zur Kostensenkung.
Für Irritationen sorgt eine Aussendung des Wirtschaftsministeriums. Kärnten werde in der Aussendung nicht näher erwähnt.
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