InstaNews Die Zeitung
Wirtschaft

Ruag verklagt zehn Personen auf 51 Millionen Euro Schadenersatz

Der Konzern hat nun zehn Personen zivilrechtlich verklagt und Strafanzeigen eingereicht.

Ruag verklagt zehn Personen auf 51 Millionen Euro SchadenersatzSymbolbild
Foto: sergeitokmakov · Pixabay

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ruag verklagt zehn Personen auf rund 51 Millionen Euro Schadenersatz und erstattet Strafanzeigen gegen mehrere Personen
  • Eine Untersuchung bestätigt, dass die Ruag unbewilligt Ersatzteile aus Armeelagern für eigene Geschäfte mit Dritten verwendete
  • Der Verwaltungsrat beschloss ein Maßnahmenpaket mit organisatorischer Neuausrichtung und Stärkung von Compliance und Corporate Services

Die Ruag hat zehn Personen auf Schadenersatz von rund 51 Millionen Euro verklagt. Wie 20 Minuten Schweiz berichtet, reichte der Rüstungskonzern, der zu 100 Prozent dem Bund gehört, zudem Strafanzeigen gegen mehrere Personen ein.

Die Kanzlei war im August 2023 von der Ruag beauftragt worden. Sie kommt zum Schluss, dass sich in den vergangenen 25 Jahren bei der Ruag eine «Business First»-Kultur entwickelt habe. Das Geschäft sei demnach wichtiger gewesen als Vorschriften und Regeln.

Schlachtpreis fällt erneut – Landwirte verlangen Handeln von Politik und Schlachtbetrieben
Auch interessantSchlachtpreis fällt erneut – Landwirte verlangen Handeln von Politik und Schlachtbetrieben

Der jetzige Bericht bringe neue Verfehlungen ans Licht und offenbare ein erschreckendes Ausmaß.

Die Zivilklage bezieht sich auf den sogenannten «Komplex Niederlande». Daraus sei ein mutmaßlicher Schaden von weiteren rund vier Millionen Euro entstanden. Eine Meldung eines Whistleblowers aus dem Jahr 2019 sei bei einer Person gelandet, die in die Machenschaften involviert gewesen sei.

Die Untersuchung bestätige den Verdacht, dass die Ruag unbewilligt Ersatzteile aus Lagern der Armee für das eigene Geschäft mit Dritten verwendet habe. Die Lager gehören der Armee, werden aber von der Rüstungsfirma verwaltet. Dadurch sei das Vermögen der Armee geschädigt worden. Bereits die EFK habe in ihrem Bericht festgehalten, dass eine schlechte Lagerverwaltung die mutmaßlichen Straftaten erleichtert habe.

Ein Ex-Mitarbeiter habe sensible technische Zeichnungen an Dritte weitergeleitet. Die Armee nehme diesen Verdacht sehr ernst.

Bis 2025 habe zur Nitrochemie eine Tochterfirma in Südafrika gehört. Ob es tatsächlich zu solchen Geschäften kam, sei unklar.

Die Ruag veröffentlichte am Freitag eine Zusammenfassung des Berichts auf ihrer Website. Der Verwaltungsrat habe ein umfassendes Maßnahmenpaket beschlossen, mit einer organisatorischen Neuausrichtung und einer personellen Stärkung von Compliance und Corporate Services. Zudem hebe der Konzern gezielte Verbesserungen bei der Exportkontrolle hervor.

Jürg Rötheli, seit letztem Jahr Verwaltungsratspräsident der Ruag, erklärte, das Unternehmen habe Transparenz geschaffen und die erforderlichen Konsequenzen gezogen. Damit sei die Grundlage für einen unbelasteten Neuanfang gelegt. Auch VBS-Chef Martin Pfister äußerte sich an einer Medienkonferenz zum Bericht.

Dieser Beitrag wurde automatisiert auf Grundlage externer Nachrichtenquellen und unter Einsatz künstlicher Intelligenz erstellt. So arbeiten wir

Teilen:XWhatsAppFacebookTelegramLinkedInE-Mail

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Sei der Erste.
Bitte bleib sachlich und respektvoll. Keine Hassrede, Beleidigungen, Werbung oder rechtswidrigen Inhalte. Verstossende Kommentare werden entfernt.

Mit dem Absenden akzeptierst du unsere Datenschutzerklärung.