Das Bündnis Gen Z regelt will am Samstag in mehreren deutschen Städten demonstrieren. Grünen-Politikerin Ricarda Lang unterstützt die Anliegen der Initiative und warnt davor, junge Menschen pauschal unter Verdacht zu stellen, wie n-tv berichtete. Im Live-Podcast „ntv Salon“ verlangte sie, zunächst mit den Jugendlichen selbst zu sprechen, statt nur über sie.
Man habe sich vorab empört und das Schlimmste präventiv vorhergesehen, aber kaum über die Forderungen, den Frust und die Ängste dahinter geredet.
Junge Menschen wüchsen in einer Welt der totalen Unsicherheit auf, so Lang. Sie selbst sei dagegen in einer Zeit groß geworden, in der große Systemkonkurrenzen vorbei gewesen seien und alles besser werden sollte, nur wisse niemand, wie schnell.
Wenn sie vom Traum eines bezahlbaren eigenen Hauses erzähle, antworteten ihr viele, es gehe ihnen darum, die Miete finanzieren zu können.
Auf die Frage, ob Deutschland ohne Wehrpflicht auskomme, antwortete Lang, dies sei möglich, aber nicht sicher. Sie wolle sich in diese Richtung derzeit nicht festlegen.
Die Initiative wendet sich nach ihren Angaben gegen Kürzungen bei den Bildungsausgaben, gegen die Wehrpflicht und gegen steigende Lebenshaltungskosten. Obwohl die Initiative Gewalt ausschließe, würden Demo-Verbote gefordert. Grüne Jugend und Linksjugend hätten sich mit dem Bündnis solidarisiert. Lang hat eine Petition der Initiative unterzeichnet, die diese als „Brandbrief an die Bundesregierung“ bezeichnet.
InstaNews hatte am 29. Oktober über die Mobilisierung zu Protesten in knapp 30 Städten berichtet.
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