Die Union ist sich weiterhin nicht einig, wer für sie als Kandidat bei der Wahl des Bundespräsidenten antreten soll. Grünen-Chefin Franziska Brantner nimmt diese ungeklärte Frage zum Anlass, Bundeskanzler Friedrich Merz ein Führungsproblem vorzuwerfen. Wie n-tv berichtet, sagte Brantner dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, Merz führe selbst bei der Suche nach einem Nachfolger von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier so, dass nur Zerwürfnisse entstünden.
Brantner sagte weiter, Ilse Aigner und möglicherweise weitere Personen gingen beschädigt aus der Debatte hervor. Das sei dem höchsten Staatsamt nicht würdig.
Söder wirbt für die bayerische Landtagspräsidentin Aigner.
Zugleich bekräftigte Brantner die Bereitschaft der Grünen, gemeinsam mit Union und SPD eine parteiübergreifende Kandidatin aufzustellen. Nach Überzeugung der Grünen sei die Zeit reif für eine Frau.
Adenauer habe verstanden, dass zur Marktwirtschaft das Soziale gehöre, zugleich aber ein Wettbewerb der Ideen nötig sei, damit es vorangehe und man nicht nur an der Vergangenheit festhalte.
Als vorbildlich nannte Brantner zudem Adenauers Europapolitik. Es ärgere sie, dass es nicht gelungen sei, ein deutsch-französisches Kampfflugzeug zu bauen, obwohl viel in die Verteidigung investiert werde.
Kommentare (0)