Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente zieht nach zwei schweren Zugunglücken die politische Konsequenz und kündigt seinen Rücktritt an, wie die tagesschau berichtete. Sechs Tage nach dem Unglück nahe der Gemeinde Urda, bei dem 69 Menschen ums Leben kamen, sagte Puente in einer Anhörung im Kongress, ein Verkehrsminister könne in Spanien nach zwei Unfällen innerhalb eines Jahres nicht im Amt bleiben.
November kandidieren.
Für den überraschenden Schritt erhielt Puente Lob von Vertretern seiner sozialistischen Partei sowie von Abgeordneten anderer Parteien. Die konservative Volkspartei (PP) sieht das anders: Mit Ministerpräsident Sánchez sei der Hauptverantwortliche noch immer im Amt, kritisierte sie.
Betreut werden sollen die Betroffenen über eigens eingerichtete Anlaufstellen. Für Verletzte ist außerdem eine besondere Regelung zur vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit vorgesehen.
Die Ermittlungen unterscheiden sich je nach Unglück. Bei Adamuz gilt unter anderem ein Gleisbruch als Ursache.
So soll verhindert werden, dass Züge bei unklaren Streckenverhältnissen weiterfahren.
Alle 69 Todesopfer des Unglücks wurden inzwischen identifiziert, wie die Behörden mitteilten. Es handelt sich um 40 Männer und 29 Frauen. Von den rund 200 Verletzten werden noch 37 in Krankenhäusern behandelt.
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